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Earth Night: Dunkles Zeichen gegen Lichtverschmutzung

kucukgulberkan (CC0), Pixabay

Am 19. September wird es vielerorts auf der Welt bewusst dunkel: Mit der Aktion Earth Night wollen Initiatoren, Städte und Umweltschützer ein starkes Zeichen gegen die wachsende Lichtverschmutzung setzen. In Wien gehen ab 22.00 Uhr die Lichter bei markanten Bauwerken wie den Donaukanal-Brücken und der Otto-Wagner-Kirche aus – symbolisch für einen bewussteren Umgang mit künstlicher Beleuchtung.

Warum Lichtverschmutzung ein Problem ist

Künstliches Licht rund um die Uhr lässt die Nacht immer heller werden. Das hat Folgen für Menschen wie auch für Tiere. Studien zeigen, dass Lichtverschmutzung den Biorhythmus stört, Schlafprobleme fördert und sogar die Gesundheit beeinträchtigen kann. Für die Tierwelt sind die Auswirkungen oft noch drastischer:

  • Glühwürmchen finden ihre Partner nicht mehr, weil das künstliche Licht die Leuchtsignale überstrahlt.

  • Fledermäuse trauen sich in beleuchteten Gebieten später aus ihren Quartieren, wodurch sie weniger Nahrung finden.

  • Nachtfalter werden von hellen Lichtquellen angelockt, desorientiert und werden leichte Beute für Fressfeinde.

Ein Zeichen in der Nacht

Bei der Earth Night werden nicht nur Städte und Gemeinden aktiv, auch Unternehmen und Privatpersonen sind aufgerufen, für eine Nacht ihre Außenbeleuchtung, Leuchtreklamen oder unnötige Lichtquellen abzuschalten. Ziel ist es, zu verdeutlichen, wie viel Energie eingespart und wie viel Lebensqualität zurückgewonnen werden könnte, wenn wir bewusster mit künstlichem Licht umgehen.

Tipps für umweltfreundliche Beleuchtung

Die Umweltberatung rät dazu, Beleuchtungszeiten generell zu verkürzen, statt dauerhaft alles hell erleuchten zu lassen. Energiesparende LED-Lampen mit warmweißem Licht sind tierfreundlicher, da sie weniger Insekten anlocken. Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren helfen zusätzlich, nur dann Licht zu nutzen, wenn es tatsächlich gebraucht wird.

So soll die Earth Night nicht nur für ein paar Stunden Dunkelheit sorgen, sondern langfristig ein Bewusstsein schaffen: Weniger Licht bedeutet nicht weniger Sicherheit, sondern mehr Schutz für Natur, Tiere – und auch für uns Menschen.

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