Am 6. September 2025 hat das Amtsgericht Charlottenburg im Insolvenzverfahren über das Vermögen der LifeTap GmbH i.L., ehemals ansässig am Wilhelm-Caspar-Wegely Platz 9 in Berlin, erste Sicherungsmaßnahmen zur Wahrung der Insolvenzmasse angeordnet. Das auf Softwarelösungen im Bereich künstlicher Intelligenz spezialisierte Unternehmen befindet sich seit geraumer Zeit in Liquidation.
Liquidatoren: Amogh Sudhakar Meshram und Fabio Molinari
Die Gesellschaft wird derzeit von den beiden Liquidatoren Amogh Sudhakar Meshram und Fabio Molinari vertreten. Der Antrag auf Insolvenzeröffnung wurde von der Schuldnerin selbst gestellt.
Rechtsanwalt Martin Kuhl übernimmt vorläufige Verwaltung
Zur vorläufigen Sicherung der Vermögenswerte hat das Gericht Rechtsanwalt Martin Kuhl, Düsseldorfer Straße 38, 10707 Berlin, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ihm obliegt es nun, zu prüfen, ob das Vermögen der LifeTap GmbH ausreicht, um die Kosten eines Insolvenzverfahrens zu decken. Zudem wird er die wirtschaftliche Lage des Unternehmens analysieren und erste Maßnahmen zur Sicherung der Gläubigerinteressen ergreifen.
Maßnahmen zur Vermögenssicherung
Das Gericht hat jegliche Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen das Unternehmen untersagt, sofern sie sich nicht auf unbewegliches Vermögen beziehen. Bereits begonnene Vollstreckungen sind bis auf Weiteres eingestellt. Die Verfügungsgewalt der Schuldnerin über ihr Vermögen wurde stark eingeschränkt – jede Verfügung bedarf ab sofort der Zustimmung des vorläufigen Verwalters.
Konkret bedeutet das:
- Der vorläufige Insolvenzverwalter ist berechtigt, ein Sonderkonto zur Verwaltung der künftigen Insolvenzmasse zu eröffnen.
- Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin darf ausschließlich er einziehen.
- Zahlungen an die Schuldnerin sind untersagt – Gläubiger und Vertragspartner wurden aufgefordert, nur noch an den Insolvenzverwalter zu leisten.
- Der Verwalter erhält umfassende Zugangsrechte zu den Geschäftsräumen und Unterlagen der Gesellschaft und ist befugt, diese zu sichten und zu sichern.
Hintergrund: Technologiestartup in der Krise
Die LifeTap GmbH hatte sich auf intelligente Softwarelösungen und KI-gestützte Anwendungen spezialisiert – ein Zukunftsfeld mit hohem Innovationspotenzial, aber auch intensiver Kapitalbindung. Die Gründe für die finanzielle Schieflage sind derzeit nicht offiziell bekannt, könnten aber in einer Finanzierungslücke oder dem Ausbleiben strategischer Partnerschaften liegen.
Kontakt zum vorläufigen Insolvenzverwalter:
RA Martin Kuhl
Düsseldorfer Straße 38, 10707 Berlin
Weitere Informationen zum Verfahren werden mit der Entscheidung über die endgültige Eröffnung des Insolvenzverfahrens erwartet. Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 3611 IN 5604/25 geführt. Gläubiger, Investoren und andere Beteiligte sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.