Die Windpark Hollen Beteiligungs GmbH mit Sitz in Bremen hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Die Gesellschaft weist erneut einen Jahresfehlbetrag aus, konnte ihre Eigenkapitalbasis jedoch weiter ausbauen. Gleichzeitig wurden die Finanzanlagen deutlich erhöht, was auf zusätzliche Investitionen innerhalb des Beteiligungsportfolios hindeutet.
Nach den veröffentlichten Zahlen schloss die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 3.932,40 Euro ab. Im Vorjahr hatte der Verlust noch 2.215,13 Euro betragen. Trotz des höheren Fehlbetrags entwickelte sich die Bilanz insgesamt positiv.
Eigenkapital legt deutlich zu
Das Eigenkapital stieg zum Bilanzstichtag von 15.609 Euro auf 21.677 Euro. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über ein vollständig eingezahltes gezeichnetes Kapital von 25.000 Euro.
Neu hinzugekommen ist eine Kapitalrücklage in Höhe von 10.000 Euro, die das Eigenkapital zusätzlich stärkt. Dem stehen ein Verlustvortrag von 9.391 Euro sowie der aktuelle Jahresfehlbetrag gegenüber.
Die Kapitalrücklage deutet darauf hin, dass den Eigenmitteln zusätzliches Kapital zugeführt wurde, ohne dass das Stammkapital erhöht werden musste.
Finanzanlagen mehr als verdoppelt
Das Anlagevermögen stieg von 5.000 Euro auf 13.000 Euro. Ausschließlich ausgewiesen werden Finanzanlagen, die nach den Angaben im Anhang Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen.
Die deutliche Erhöhung spricht dafür, dass die Gesellschaft ihre Beteiligungen innerhalb des Konzerns weiter ausgebaut hat.
Liquidität leicht rückläufig
Die liquiden Mittel gingen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Während Ende 2024 noch 12.341 Euro auf Bankkonten vorhanden waren, belief sich der Bestand Ende 2025 auf 10.050 Euro.
Trotz dieses Rückgangs verfügt die Gesellschaft weiterhin über ausreichende liquide Mittel.
Bilanzsumme wächst deutlich
Die Bilanzsumme erhöhte sich von 17.341 Euro auf 23.050 Euro. Verantwortlich hierfür sind vor allem die höheren Finanzanlagen sowie die gestärkte Eigenkapitalbasis.
Die Rückstellungen gingen gleichzeitig leicht von 1.732 Euro auf 1.373 Euro zurück. Verbindlichkeiten weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht aus.
Teil des wpd-Konzerns
Im Anhang bestätigt die Gesellschaft, dass sie in den Konzernabschluss der wpd GmbH mit Sitz in Bremen einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.
Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Dr. Gernot Blanke.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gesellschaft erklärt, dass die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert fortgeführt wurden.
Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet und bei Bedarf auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Flüssige Mittel werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.
Die Windpark Hollen Beteiligungs GmbH erfüllt weiterhin die Voraussetzungen einer kleinen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB.
Wirtschaftliche Einordnung
Die Bilanz vermittelt insgesamt ein solides Bild einer Beteiligungsgesellschaft in der Investitionsphase. Zwar erhöhte sich der Jahresverlust gegenüber dem Vorjahr, mit knapp 4.000 Euro bleibt dieser jedoch vergleichsweise gering.
Positiv hervorzuheben sind insbesondere:
- die Einführung einer Kapitalrücklage von 10.000 Euro,
- der deutliche Ausbau der Finanzanlagen,
- der Anstieg des Eigenkapitals um rund 39 Prozent,
- das vollständige Fehlen von Bank- oder sonstigen Verbindlichkeiten.
Der leichte Rückgang der liquiden Mittel dürfte vor allem mit den zusätzlichen Investitionen in Finanzanlagen zusammenhängen. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über eine stabile Kapitalstruktur und eine solide Eigenkapitalausstattung. Als Beteiligungsgesellschaft innerhalb des wpd-Konzerns dürfte ihre wirtschaftliche Entwicklung künftig maßgeblich von der Ertragskraft der gehaltenen Beteiligungen sowie dem Fortschritt der betreuten Windenergieprojekte abhängen.