Eigentlich sollte das Handelsabkommen vom Juli Stabilität in die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen bringen. Doch die Hoffnung nach dem Treffen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (66) und US-Präsident Donald Trump (79) ist schnell verflogen – stattdessen wächst in Brüssel der Frust.
Kernpunkte des Deals: Die EU schaffte Zölle für US-Industriegüter ab, im Gegenzug erhob Washington einen 15-Prozent-Basiszoll auf fast alle EU-Exporte. Für Stahl und Aluminium blieb es bei satten 50 Prozent, nur mit einzelnen Ausnahmen.
Doch nur Wochen später legten die USA nach: Hunderte weitere Produkte wie Pumpen, Motorräder und Motoren wurden zusätzlich mit Strafzöllen belegt. Damit sind die Kosten für europäische Firmen noch höher als befürchtet.
SPD-Politiker Bernd Lange (69), Vorsitzender des Handelsausschusses im Europaparlament, warnt: „Es gibt keine Sicherheit oder Vorhersehbarkeit.“ In Brüssel mehrt sich daher die Skepsis, ob das Abkommen überhaupt Bestand hat.