CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich klar gegen eine Erhöhung der Erbschaftssteuer ausgesprochen. In einem Interview im ZDF-„Morgenmagazin“ warnte er davor, gerade jetzt an dieser Stellschraube zu drehen. „Wenn wir an die Erbschaftsteuer rangehen, trifft es sofort die Familienunternehmen in Deutschland, und die darf es als Letztes treffen“, betonte Linnemann.
Sorge um wirtschaftliche Stabilität
Mit Blick auf die derzeit angespannte wirtschaftliche Lage in vielen mittelständischen Betrieben mahnte Linnemann zur Zurückhaltung: „Vielen Unternehmen fehlt aktuell die Luft zum Atmen.“ In einer solchen Phase seien steuerliche Belastungen oder Unsicherheit das falsche Signal.
Spahns Vorstoß sorgt für Diskussionen
Hintergrund der Äußerungen ist ein Debattenanstoß durch Unionsfraktionsvize Jens Spahn, der sich offen gezeigt hatte für eine Diskussion über die Verteilung großer Vermögen – auch mit Blick auf Erbschaften in dreistelliger Millionenhöhe, die teils komplett steuerfrei geblieben seien.
Linnemann distanzierte sich von diesem Vorstoß deutlich und bekräftigte die Position der CDU, mittelständische Unternehmen zu schützen, die als Rückgrat der deutschen Wirtschaft gelten. Eine Erbschaftssteuer-Debatte zur Unzeit könne das Vertrauen der Unternehmerinnen und Unternehmer nachhaltig beschädigen, so der CDU-Politiker.