Ein dramatischer Vorfall hat sich am Samstag im thüringischen Weimarer Land ereignet: Ein ausgebrochener Bulle versetzte die Region rund um Heichelheim in Aufruhr. Das Tier war von einer Koppel entkommen und entwickelte sich binnen kurzer Zeit zu einer ernsthaften Gefahr für Passanten und Helfer.
Wie die Polizei mitteilte, wurde zunächst ein Jogger das Ziel der unkontrollierten Attacke. Der Bulle verfolgte den ahnungslosen Läufer, warf ihn zu Boden und verletzte ihn. Als Einsatzkräfte und Helfer versuchten, das Tier unter Kontrolle zu bringen, kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Auch ein zweiter Mann wurde durch den Bullen verletzt.
Die Situation eskalierte zunehmend, da sich das Tier weder beruhigen noch einfangen ließ. Aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung weiterer Verletzungen blieb den Behörden schließlich keine andere Wahl: Der Bulle wurde betäubt und im Anschluss eingeschläfert.
Der Vorfall sorgt in der Region für Bestürzung und gibt erneut Anlass zur Diskussion über Sicherheitsvorkehrungen auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Polizei hat Ermittlungen zum genauen Ablauf aufgenommen und prüft, wie das Tier ausbrechen konnte. Für die beiden verletzten Männer endete der Tag im Krankenhaus – für den Bullen tragisch auf einer Wiese bei Heichelheim.