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Erdrutsch in Norwegen: Riesiger Krater reißt Straße und Bahnlinie mit – eine Person vermisst

gtaranu (CC0), Pixabay

Ein schwerer Erdrutsch nördlich von Trondheim hat am Freitagmorgen für dramatische Szenen gesorgt. Entlang der wichtigen Fernstraße E6 sowie der parallel verlaufenden Bahnlinie riss plötzlich ein gewaltiger Krater auf – Erd- und Gesteinsmassen stürzten in den angrenzenden Nesvatnet-See. Die norwegischen Rettungskräfte sind im Großeinsatz – eine Person wird noch vermisst.

Laut der norwegischen Nachrichtenagentur NTB wurden mindestens zwei Häuser in der Umgebung evakuiert. Ein Auto wurde vom Erdrutsch erfasst und mit in den See gerissen. Eine weitere Person, die mit einem Fahrzeug unterwegs war, konnte sich glücklicherweise selbst befreien und in Sicherheit bringen.

Auf Bildern vom Unglücksort ist ein mehrere Dutzend Meter breiter Abgrund zu sehen, in dem Asphalt, Bahnschienen und Geröll verschwunden sind. Die betroffene Region liegt rund 70 Kilometer nördlich von Trondheim und gehört zu einer wichtigen Verkehrsachse im Landesinneren.

Die Ursache des Erdrutsches ist noch unklar. Die Behörden vermuten starke Regenfälle in den vergangenen Tagen als möglichen Auslöser. Geologen und Katastrophenschutz sind vor Ort, um die Stabilität des umliegenden Geländes zu prüfen.

Suchmaßnahmen unter schwierigen Bedingungen

Taucher und Drohneneinheiten durchsuchen derzeit den Nesvatnet-See nach der vermissten Person. Die Rettungsarbeiten gestalten sich schwierig, da das Gelände weiterhin instabil ist und das Wasser aufgewühlt. Die Polizei riegelte den gesamten Bereich weiträumig ab.

Die norwegische Regierung äußerte sich bestürzt über das Ereignis. Verkehrsminister Jon-Ivar Nygård versprach schnelle Hilfe für die Betroffenen und kündigte eine Überprüfung der geologischen Risikozonen entlang wichtiger Verkehrsadern an.

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