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Frankreich unter Druck: Staatsanleihen verlieren Vertrauen der Märkte – deutsche Wirtschaft alarmiert
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Frankreich unter Druck: Staatsanleihen verlieren Vertrauen der Märkte – deutsche Wirtschaft alarmiert

Umkreisel-App (CC0), Pixabay

Die politische Krise in Frankreich schlägt nun mit voller Wucht auf die Finanzmärkte durch. Investoren reagieren zunehmend nervös auf die Regierungskrise in Paris – und sehen französische Staatsanleihen offenbar nicht mehr als sichere Anlage, sondern als wachsendes Risiko. Besonders betroffen: langfristige Anleihen mit 30-jähriger Laufzeit, deren Rendite am Mittwoch auf 4,4344 Prozent stieg – der höchste Schlusswert seit 2011. Erst am Donnerstag kam es zu einer leichten Entspannung.

Brisant: Der Renditeabstand zwischen französischen und italienischen Anleihen mit langer Laufzeit war zeitweise so gering wie seit 1999 nicht mehr. Damit rückt Frankreich – zumindest aus Sicht der Märkte – in eine Risikokategorie, die man bislang eher Ländern wie Italien oder Griechenland zugeordnet hatte. Normalerweise gilt: Je sicherer ein Staat wirtschaftlich eingeschätzt wird, desto niedriger sind die Zinsen, die er für neue Schulden zahlen muss. Dass Frankreich nun kaum noch günstiger wegkommt als Italien, gilt als alarmierendes Signal.

Der Hintergrund: Die Minderheitsregierung von Premierminister François Bayrou steht vor dem politischen Aus. Der Streit um den kommenden Sparhaushalt – ein zentraler Bestandteil der wirtschaftlichen Erholung – droht die fragile Regierungskoalition zu sprengen. Sollte der Haushaltsentwurf scheitern, könnte es zu Neuwahlen kommen – mit ungewissem Ausgang.

In Deutschland ist die Nervosität spürbar. Frankreich gilt als wichtigster wirtschaftlicher und politischer Partner innerhalb der EU. Sollte die politische Instabilität weiter zunehmen, befürchten Wirtschaftsverbände eine Verschärfung der ohnehin angespannten Konjunkturlage in Europa.

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