Die Sorge wächst in Mecklenburg-Vorpommern: Nach dem Ausbruch mehrerer EHEC-Infektionen im Landkreis Vorpommern-Rügen suchen die Gesundheitsbehörden weiterhin fieberhaft nach der Quelle der gefährlichen bakteriellen Erreger. Noch immer ist unklar, wie und über welchen Weg sich die betroffenen Kinder angesteckt haben.
Aktuell gibt es neun bestätigte Fälle und einen weiteren Verdachtsfall. Besonders besorgniserregend: Drei der infizierten Kinder befinden sich aufgrund schwerer Symptome auf Intensivstationen. Die behandelnden Ärzte berichten von ernsthaften Krankheitsverläufen – darunter blutiger Durchfall, Fieber und in einzelnen Fällen Anzeichen eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), das lebensbedrohlich sein kann.
Die Gesundheitsämter vor Ort untersuchen derzeit intensiv die persönlichen Umfelder der Erkrankten sowie die Lieferketten potenziell verdächtiger Lebensmittel. Auch Tierkontakte stehen im Fokus der Ermittlungen – denn EHEC-Erreger können sowohl direkt über tierische Ausscheidungen als auch indirekt über verunreinigte Nahrung auf den Menschen übertragen werden.
Die Bevölkerung wird zur erhöhten Vorsicht aufgerufen. Besonders beim Umgang mit frischen Lebensmitteln und im Kontakt mit Nutztieren sollten Hygienemaßnahmen streng eingehalten werden. Eine öffentliche Warnung vor bestimmten Produkten gibt es bislang jedoch nicht.
Die Behörden bitten mögliche weitere Betroffene, bereits bei ersten Symptomen ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich bei den Gesundheitsämtern zu melden. Die Ermittlungen dauern an.