Immer mehr Fahrschüler versuchen offenbar, die theoretische Führerscheinprüfung mit unerlaubten Mitteln zu bestehen. Nach Angaben des TÜV-Verbands hat sich die Zahl der Täuschungsversuche in den vergangenen Jahren deutlich erhöht.
Hunderte Fälle allein 2025
Für das erste Halbjahr 2025 wurden bereits 2.193 Fälle registriert – ein Wert, der laut Verband auf eine weitere Zunahme hindeutet. Schon seit mehreren Jahren sei ein klarer Anstieg zu beobachten.
Methoden: Von Mini-Kameras bis Doppelgänger
Die Prüflinge setzen dabei zunehmend auf technische Hilfsmittel: winzige Kameras, die die Fragen nach draußen übertragen, oder kaum sichtbare Kopfhörer, über die die Antworten eingesprochen werden. Daneben kommt es immer häufiger auch zu Identitätsbetrug – etwa durch gefälschte Ausweisdokumente oder sogar durch Doppelgänger, die unter falschem Namen zur Prüfung antreten.
Organisierte Strukturen im Hintergrund
Der TÜV warnt, dass hinter vielen Fällen professionelle Organisationen stehen könnten, die solche Manipulationen gezielt anbieten. Dadurch werde der Betrug systematischer und schwerer zu erkennen.
Gefahr für die Verkehrssicherheit
Wer die Theorieprüfung ohne ausreichendes Wissen besteht, gefährdet nach Einschätzung von Experten nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Deshalb wollen die Prüfstellen ihre Kontrollen weiter verschärfen – etwa durch strengere Ausweiskontrollen und den Einsatz von technischen Gegenmaßnahmen, die Funk- oder Kameraübertragungen erschweren.