Der Eurovision Song Contest (ESC) 2026 findet in Wien statt. Das gab der Österreichische Rundfunk (ORF) als verantwortlicher Veranstalter bekannt. Damit kehrt der weltgrößte Musikwettbewerb nach elf Jahren in die österreichische Bundeshauptstadt zurück. Das große Finale ist für den 16. Mai 2026 terminiert, die beiden Halbfinals sollen in derselben Woche stattfinden.
Wien setzt sich gegen Innsbruck durch
Die Entscheidung fiel zwischen den Bewerberstädten Wien und Innsbruck. Während Innsbruck vor allem mit seiner modernen Olympiahalle und einem Konzept für ein nachhaltiges ESC-Festival punkten wollte, setzte Wien auf seine bereits mehrfach erprobte Infrastruktur und die internationale Strahlkraft als Kultur- und Musikmetropole. Am Ende sprach der ORF Wien den Zuschlag zu.
Mit dem Bewerbungsmotto „Europe, shall we dance?“ („Europa, sollen wir tanzen?“) will die Stadt den Gedanken von Zusammenhalt, Leichtigkeit und Feierfreude in den Mittelpunkt stellen. Wien biete die ideale Bühne, um den ESC nicht nur als Wettbewerb, sondern auch als Fest europäischer Vielfalt zu inszenieren.
ESC-Geschichte in Österreich
Es ist bereits das dritte Mal, dass Österreich Gastgeber des Eurovision Song Contests ist. 1967 fand der Wettbewerb nach dem Sieg von Udo Jürgens erstmals in Wien statt, damals in der Wiener Hofburg. 2015 kehrte das Event nach Österreich zurück: Die Sängerin Conchita Wurst hatte 2014 in Kopenhagen mit „Rise Like a Phoenix“ gewonnen und sorgte für ein weltweit beachtetes ESC-Finale in der Wiener Stadthalle.
2026 folgt nun die nächste Ausgabe – diesmal ausgelöst durch den Sieg des österreichischen Künstlers JJ beim ESC 2025 in Basel. Sein Auftritt brachte Österreich nach über einem Jahrzehnt erneut den Titel.
Bedeutung für Stadt und Fans
Der Eurovision Song Contest zählt zu den größten Musik- und Fernsehereignissen der Welt. Mehr als 180 Millionen Menschen verfolgten zuletzt die Live-Übertragungen. Für Wien wird die Austragung nicht nur ein Kulturereignis, sondern auch ein wirtschaftlicher Impuls: Hotels, Gastronomie und Tourismusbranche erwarten zehntausende internationale Gäste.
Darüber hinaus wird die Veranstaltung erneut die Debatte über Vielfalt, Toleranz und kulturelle Offenheit befeuern – Themen, die traditionell eng mit dem ESC verbunden sind. Wien will die Gelegenheit nutzen, seine Rolle als weltoffene Musikstadt zu unterstreichen.
Nächste Schritte
In den kommenden Monaten soll entschieden werden, in welcher Halle das Event stattfinden wird. Als Favorit gilt erneut die Wiener Stadthalle, die bereits 2015 Austragungsort war. Parallel dazu laufen die Planungen für das umfangreiche Rahmenprogramm, das in der ganzen Stadt Konzerte, Public Viewings und Fan-Feste umfassen wird.
Der Countdown zum ESC 2026 in Wien hat damit offiziell begonnen – und Österreich rückt erneut in den Mittelpunkt der europäischen Musikszene.