Dark Mode Light Mode

Nach nur zwei Jahren: Tierschutzbeauftragte Ariane Kari verlässt ihr Amt

Dieter_G (CC0), Pixabay

Ein überraschendes Ende nach kurzer Amtszeit: Ariane Kari, die erste Bundestierschutzbeauftragte Deutschlands, wird ihr Amt nach nur gut zwei Jahren nicht weiter ausüben. In einem am Wochenende auf Instagram veröffentlichten Video erklärte sie, dass sie das Amt in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr bekleiden werde.

Der Posten, der im Bundeslandwirtschaftsministerium angesiedelt ist, wurde im Jahr 2023 geschaffen – mit dem Ziel, dem Tierschutz auf Bundesebene mehr Gewicht zu verleihen. Obwohl Kari unabhängig vom Ministerium arbeitete, sah sie sich von Anfang an mit Kritik konfrontiert: Besonders aus den Reihen der Union wurde das Amt immer wieder als „überflüssig und falsch“ bezeichnet.

Über die Gründe ihres Rückzugs äußerte sich Kari in dem Video nur vage. Ob politische Differenzen, persönliche Motive oder strukturelle Hürden ausschlaggebend waren, bleibt bislang unklar. Ebenso offen ist die Frage, ob das Amt fortgeführt oder wieder abgeschafft wird – eine Entscheidung, die nun beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft liegt.

Tierschutzorganisationen hatten Karis Berufung seinerzeit als wichtigen Schritt begrüßt. Ihre Aufgaben umfassten unter anderem die Bewertung tierschutzrechtlicher Gesetzesvorhaben, die Beratung politischer Entscheidungsträger und die Schnittstelle zur Zivilgesellschaft.

Mit dem Aus der ersten Tierschutzbeauftragten steht das junge Amt an einem Scheideweg – und der politische Streit um dessen Existenz dürfte nun erneut aufflammen. Ob die Bundesregierung ein Zeichen für mehr Tierschutz setzt oder den Kurs zurücknimmt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Doppelte Pleite ohne Mittel: Insolvenzverfahren gegen Huber & Huber Wohnbau GmbH abgewiesen

Next Post

Patrick Mahomes nach Super-Bowl-Pleite: Neuer Look, neuer Antrieb