Wenn Politik zur Klassenfahrt wird: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Selenskyj besteigen gemeinsam den Flieger Richtung Washington – Ziel: ein Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus. Man kann nur hoffen, dass niemand den Gruppenausweis vergisst.
Von der Leyen auf Plattform X: „Trump will reden – ich bringe Europa mit“
Kurz vor einer Videokonferenz der sogenannten „Koalition der Willigen“ postet Ursula von der Leyen auf X (ehemals Twitter, jetzt vor allem Bühne für Weltpolitik mit Emojis):
„Auf Wunsch von Präsident Selenskyj nehme ich morgen am Treffen mit Präsident Trump und anderen Staats- und Regierungschefs teil.“
Zwischen den Zeilen: „Ich komm mit, um aufzupassen, dass keiner irgendwas kaputtmacht.“
Merz fliegt mit – inhaltlich unklar, optisch souverän
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz wird laut Regierungssprecher Stefan Kornelius mit an Bord sein. Ob er im Gepäck eine neue Ukraine-Strategie oder einfach nur die FDP-Forderungen vom letzten Koalitionsausschuss mitbringt, ist noch unklar. Aber hey – man ist dabei!
Selenskyj als Gastgeber der Herzen
Präsident Selenskyj zeigt sich diplomatisch als Dirigent der Reisegruppe „Wertewesten“ – immerhin ist es sein Wunsch, dass die Europäer mitkommen. Vielleicht, weil er weiß: Wenn Trump sagt „America first“, braucht man Europa mindestens in der zweiten Reihe – zum Klatschen oder Dagegenhalten.
Fazit:
Washington darf sich auf einen hochkarätigen Besuch freuen – und wir auf ein Treffen, das entweder neue Impulse für die Ukraine bringt oder einfach nur schöne Gruppenfotos. Europa reist mit – ob als Partner, Statist oder moralische Instanz, wird sich zeigen.