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Sorge um Ernte in Niedersachsen: Zu viel Regen gefährdet Qualität von Raps und Weizen

Hans (CC0), Pixabay

Anhaltende Regenfälle setzen der Getreideernte in Niedersachsen zunehmend zu. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mitteilt, verzögern die ungünstigen Witterungsbedingungen die Ernte von Raps, Weizen und Roggen erheblich – mit möglichen Folgen für Qualität und Ertrag.

Zwar seien die Felder vielerorts bereits erntereif, so die LWK, doch der anhaltende Regen mache eine zügige Ernte unmöglich. „Es drohen Qualitätseinbußen durch Pilzbefall und Auswuchs am Halm“, warnt auch der Landesbauernverband. Vor allem bei Backweizen sei der richtige Erntezeitpunkt entscheidend: Nur wenn dieser in den kommenden zwei Wochen eingeholt werde, könne die gewünschte Backqualität noch erreicht werden, so Konrad Westphale vom Landvolk Niedersachsen.

Ein Blick zurück zeigt: Das Erntejahr 2025 hatte vielversprechend begonnen. Die Wintergerste konnte mit durchschnittlich 77 Dezitonnen pro Hektar eingebracht werden – ein Plus im Vergleich zum Vorjahr mit 72,5 Dezitonnen.

Aktuell jedoch sind die Fortschritte gering: Beim Winterweizen wurde laut Landvolk bislang erst rund 16 Prozent der Fläche abgeerntet. Damit steigt der Druck auf die Landwirte, denn das Zeitfenster für eine qualitativ hochwertige Ernte schließt sich rapide.

Die Hoffnung ruht nun auf einer stabileren Wetterlage. „Drei bis vier trockene, warme Tage könnten entscheidend sein“, heißt es aus der Branche. Nur dann ließen sich Schäden begrenzen – und die Ernte in halbwegs geordneten Bahnen fortsetzen.

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