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Trump reagiert auf russische Drohungen mit Verlegung von Atom-U-Booten

u_akf4v8b5lv (CC0), Pixabay

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass er zwei amerikanische Atom-U-Boote in „geeignete Regionen“ verlegen ließ. Anlass waren nach seinen Worten „hochprovokative“ Äußerungen des früheren russischen Präsidenten und Putin-Vertrauten Dmitri Medwedew.

„Ich habe den Befehl gegeben, zwei nuklear bewaffnete U-Boote zu verlegen – für den Fall, dass diese törichten und aufhetzenden Aussagen mehr sind als nur Worte“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er ergänzte: „Worte sind gefährlich und haben oft unbeabsichtigte Folgen. Ich hoffe, das ist diesmal nicht der Fall.“

Hintergrund: Drohungen mit dem „Dead-Hand“-System

Medwedew hatte zuvor in einem Beitrag auf Telegram auf das sowjetische „Dead Hand“-System angespielt – ein automatisiertes nukleares Gegenschlagssystem aus dem Kalten Krieg, das im Falle eines Angriffs auf Moskau einen weltweiten Atomkrieg auslösen sollte.

Dies geschah als Reaktion auf Trumps Aussage über Indien und Russland: „Mir ist egal, was Indien mit Russland macht. Sie können gemeinsam ihre toten Volkswirtschaften zugrunde richten.“ Trump hatte am 30. Juli 25 % Strafzölle auf indische Importe verhängt und angekündigt, weitere Sanktionen für indische Käufe von russischem Öl zu prüfen.

Der Schlagabtausch in sozialen Medien wurde zur politischen Konfrontation mit nuklearer Dimension.

Trump erhöht Druck auf Russland im Ukraine-Krieg

Trump hat sich zuletzt deutlich von Wladimir Putin distanziert und ihn für die anhaltenden russischen Angriffe auf die Ukraine scharf kritisiert. Während eines Aufenthalts in Schottland am 28. Juli erklärte er, er habe das Zeitfenster für einen Waffenstillstand auf 10 bis 12 Tage verkürzt – also bis spätestens zum 8. August.

Zuvor hatte er bereits am 14. Juli angekündigt, dass die USA sogenannte sekundäre Sanktionen gegen Länder verhängen würden, die weiterhin mit Russland Handel treiben, falls bis 2. September kein Friedensabkommen erreicht wird.

Pentagon reagiert zurückhaltend

Das US-Verteidigungsministerium verwies auf die Aussage des Präsidenten und machte keine weiteren Angaben zur Positionierung der U-Boote. Ob es sich dabei um taktische Signale oder konkrete Verteidigungsvorbereitungen handelt, blieb offen.

Einschätzung

Medwedew, langjähriger Putin-Vertrauter und Unterstützer des Ukraine-Krieges, gilt als Sprachrohr des Kremls für besonders aggressive Rhetorik. Die jüngsten Entwicklungen deuten auf eine zunehmende Eskalation der geopolitischen Spannungen hin – nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich und diplomatisch.

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