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Tesla lässt kleine Unternehmen auf Millionen sitzen – Verträge enden oft in finanzieller Katastrophe

jensenartofficial (CC0), Pixabay

Ein Bericht von CNN enthüllt eine alarmierende Geschäftspraxis des Tesla-Konzerns unter Leitung von Elon Musk: Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen in den USA bleiben auf unbezahlten Rechnungen in Millionenhöhe sitzen. Manche wurden durch die ausstehenden Zahlungen sogar in die Insolvenz getrieben.

Jennifer Meissner, Inhaberin eines Rohrleitungsbauunternehmens in Georgia, schloss 2022 einen millionenschweren Auftrag zur Mitwirkung an Teslas Gigafactory in Texas ab. Was zunächst als großer Durchbruch erschien, endete in einem finanziellen Albtraum: Tesla stellte überraschend Zahlungen ein – mehr als eine Million US-Dollar an Rechnungen blieben offen. Meissner musste Insolvenz anmelden, ihre Mitarbeiter konnten zu Weihnachten nicht mehr bezahlt werden.

Ein Anwalt von Tesla räumte in einem Gerichtstermin offen ein: „Es dauert bei Tesla eben manchmal länger mit der Bezahlung – das gilt auch für Anwaltsrechnungen.“

Laut Recherchen von CNN wurden allein in Texas in den letzten fünf Jahren Baupfandrechte („liens“) in Höhe von über 110 Millionen US-Dollar gegen Tesla eingetragen. Davon sind rund 24 Millionen US-Dollar noch immer offen. Im Vergleich dazu weist Apple in den gleichen Regionen lediglich rund 1,2 Millionen US-Dollar an offenen Forderungen auf.

Auch andere Unternehmen wie SpaceX oder X (ehemals Twitter), ebenfalls unter Musks Kontrolle, sind von ähnlichen Vorwürfen betroffen. In mehreren Fällen kam es zu Klagen oder Insolvenzen von Subunternehmen, weil Zahlungen für bereits geleistete Arbeiten ausblieben – darunter Arbeiten an Sicherheitssystemen, Verkabelung, Bau- und Planungsleistungen sowie Treibstofflieferungen.

Experten erklären, dass die Eintragung eines Pfandrechts ein letztes Mittel sei, um offene Zahlungen einzufordern – ein deutliches Warnsignal über das Zahlungsverhalten eines Unternehmens.

Laut CNN gibt es Hinweise darauf, dass es sich bei diesen Vorgängen nicht um Einzelfälle, sondern um eine systematische Unternehmensstrategie handelt. Kritiker werfen Musk vor, die Expansion seiner Firmen auf Kosten kleiner Betriebe zu betreiben – mit dem Risiko, deren Existenz zu vernichten.

Für Meissner, die durch den Tesla-Auftrag in den Ruin getrieben wurde, steht fest: „Wenn so viele Firmen dasselbe erleben, ist das keine Ausnahme – das ist Geschäftsmodell. Und das ist verwerflich.“

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