US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag im Weißen Haus per Erlass die Rückkehr des „Presidential Fitness Test“ angeordnet. Unterstützt wurde er dabei von einer Reihe prominenter Sportler wie Golfprofi Bryson DeChambeau, NFL-Kicker Harrison Butker und Ex-Football-Star Lawrence Taylor.
Der Fitnesstest, der ursprünglich 1966 unter Präsident Lyndon B. Johnson eingeführt und 2012 von Barack Obama eingestellt wurde, soll nun wieder an amerikanischen Schulen eingeführt werden. Ziel ist es laut Trump, „eine Kultur der Stärke und Exzellenz“ bei jungen Amerikanern zu fördern.
„Das war früher ein großes Ereignis für Schüler im ganzen Land, und wir bringen diese wunderbare Tradition zurück“, sagte Trump bei der Unterzeichnung des Erlasses.
Der Test, der nun vom Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. beaufsichtigt wird, soll körperliche Leistungen von Schülerinnen und Schülern messen und bei herausragenden Leistungen mit einer präsidentiellen Auszeichnung belohnen. Unterstützt wird das Programm durch die neuformierte Präsidialkommission für Sport, Fitness und Ernährung, deren Vorsitz DeChambeau übernimmt.
Teil der sportpolitischen Strategie
Die Wiederbelebung des Tests erfolgt im Kontext einer sportpolitischen Gesamtstrategie der Trump-Regierung. Die USA stehen in den kommenden Jahren als Gastgeber großer internationaler Sportevents im Rampenlicht, darunter der Ryder Cup 2025, die Fußball-WM 2026 und die Olympischen Sommerspiele 2028.
Trump nutzt diese Bühne nicht nur zur Förderung des Sports, sondern auch zur Setzung kultureller und politischer Akzente – so etwa mit seiner Kritik an Transgender-Athleten oder Forderungen zur Umbenennung des Football-Teams Washington Commanders zurück zum umstrittenen Namen „Redskins“.
Politisch nahestehende Unterstützer
Viele der neuen Mitglieder im Fitnessrat gelten als enge Vertraute Trumps. Kicker Harrison Butker fiel zuletzt mit einer umstrittenen Rede auf, in der er die Rolle der Frau auf Haus und Familie beschränkte und den „Pride Month“ als „tödliche Sünde“ bezeichnete. Auch WWE-Star Paul „Triple H“ Levesque, Golflegende Annika Sörenstam und weitere bekannte Namen wurden als Berater ins Gremium aufgenommen.
Mit dem Schritt will Trump nach eigenen Worten der „Epidemie schwindender Gesundheit und Fitness“ in den USA entgegenwirken – und zugleich seine sport- und kulturpolitischen Akzente weiter ausbauen.