Nach einer tagelangen Großfahndung hat die Polizei in Arkansas einen 28-jährigen Mann festgenommen, der verdächtigt wird, ein Ehepaar brutal ermordet zu haben – während dessen zwei kleine Töchter zusehen mussten.
Andrew James McGann, ein frisch eingestellter Lehreranwärter, wurde am Mittwoch in einem Friseursalon in der Stadt Springdale verhaftet. „Ich war gerade dabei, seine Haare zu schneiden, als die Ermittler hereinkamen“, berichtete eine Stylistin des Salons „Lupita’s Beauty Salon“ in einem Facebook-Post.
Das Verbrechen
Clinton David Brink (43) und Cristen Amanda Brink (41) waren am vergangenen Samstag mit ihren sieben- und neunjährigen Töchtern im Devil’s Den State Park im Nordwesten von Arkansas wandern, als sie tödlich angegriffen wurden. Laut Polizei wurden beide Opfer erstochen.
Die Kinder überlebten unverletzt und wurden unmittelbar danach im Besucherzentrum des Parks gefunden. Eine der Töchter hatte offenbar Hilfe geholt.
Zufälliger Angriff ohne Verbindung zum Täter
Arkansas State Police teilten mit, dass es keine Verbindung zwischen dem Täter und den Opfern gebe. „Alles deutet darauf hin, dass es sich um eine völlig willkürliche Tat handelt“, sagte Colonel Mike Hagar auf einer Pressekonferenz. McGann habe die Tötung in einem Verhör gestanden, seine DNA stimmte mit Spuren am Tatort überein.
Festnahme im Friseursalon
Der Verdächtige betrat am Mittwoch den Friseursalon, sprach kaum ein Wort und ließ sich die Haare schneiden. Währenddessen traten Zivilfahnder ein, fragten ihn nach seinem Auto und nahmen ihn fest. Auch DNA-Spuren in Form von Haaren wurden direkt vor Ort gesichert.
Hintergrund des Täters
McGann war zuvor Lehrer in Texas und Oklahoma, zuletzt in Sand Springs. Obwohl es 2023 Beschwerden über unangemessenes Verhalten in einem texanischen Schuldistrikt gab, wurde ihm kein Fehlverhalten mit Schülern nachgewiesen. Er hatte gerade eine Stelle in Springdale angenommen, hatte aber noch keinen Kontakt zu Schülern, wie die Schulbehörde mitteilte.
Tatort in schwer zugänglichem Gelände
Die Tat ereignete sich in einem dichten, unzugänglichen Teil des Parks ohne Mobilfunkempfang. Blutspuren des mutmaßlichen Täters führten schließlich zu seiner Identifikation. Laut Ermittlern war McGann bei der Ausführung der Tat „äußerst ungeschickt“, was letztlich zur schnellen Festnahme beitrug.
Reaktionen und laufende Ermittlungen
Die Behörden lobten das rasche Handeln und die Zusammenarbeit von Polizei und Öffentlichkeit. Arkansas’ Gouverneurin Sarah Huckabee Sanders erklärte: „Ein Monster wurde von unseren Straßen entfernt. Unser Dank gilt allen Einsatzkräften.“
Die Ermittlungen dauern an, ein Motiv ist bisher nicht bekannt. McGann sitzt derzeit ohne Kaution in Haft, sein erster Gerichtstermin ist für Freitag angesetzt.