In Ronneburg (Thüringen) kam es am Samstag zu einem Zwischenfall in einem örtlichen Freibad: Eine Besucherin erlitt offenbar Vergiftungserscheinungen, nachdem sie ein alkoholisches Getränk konsumiert hatte, das am Kiosk des Freibads erworben wurde.
Symptome und medizinische Versorgung
Die Frau klagte kurz nach dem Trinken über starkes Brennen im Rachenraum und anhaltende Übelkeit. Das Freibadpersonal reagierte sofort und verständigte den Rettungsdienst. Die Betroffene wurde zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand liegen bislang keine detaillierten Angaben vor.
Chlor als mögliche Ursache
Nach ersten Ermittlungen der Polizei besteht der Verdacht, dass das Getränk mit Chlor verunreinigt gewesen sein könnte. Chlor wird im Schwimmbadbereich häufig zur Wasseraufbereitung und Desinfektion eingesetzt. Ob die Substanz unbeabsichtigt in das Getränk gelangt ist, ist derzeit Gegenstand der Untersuchungen.
Keine Hinweise auf Sabotage
Die Polizei geht momentan nicht von einer vorsätzlichen Manipulation aus. Vielmehr wird vermutet, dass es sich um ein Versehen oder eine Verwechslung handeln könnte. Die Ermittler prüfen derzeit die Abläufe im Kiosk sowie den Lager- und Zubereitungsprozess der Getränke.
Gefahr für andere Gäste?
Nach aktuellem Stand liegen keine Hinweise vor, dass weitere Getränke oder Lebensmittel betroffen sind. Das Freibad hat dennoch eine interne Kontrolle der gesamten Getränkelieferung und -lagerung eingeleitet. Proben der beanstandeten Flüssigkeit wurden zur toxikologischen Analyse an ein Labor geschickt.
Wie es weitergeht
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und will klären, wie das Chlor in das Getränk gelangen konnte. Ergebnisse der Analyse werden in den kommenden Tagen erwartet.
Für Besucherinnen und Besucher besteht laut Behörden aktuell kein Grund zur Panik. Das Freibad bleibt vorerst geöffnet, jedoch unter erhöhten Hygienekontrollen.