In der italienischen Region Latium ist eine 82 Jahre alte Frau an den Folgen einer Infektion mit dem West-Nil-Virus gestorben. Die Rentnerin aus der Gemeinde Nerola, etwa 40 Kilometer nördlich von Rom, war laut Behördenangaben vergangene Woche mit Fieber und weiteren Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert worden – eine Behandlung kam jedoch zu spät.
Die Frau litt offenbar an Vorerkrankungen, die den schweren Verlauf der Infektion begünstigten. Das West-Nil-Virus wird durch Mückenstiche übertragen und verläuft in den meisten Fällen mild oder symptomlos. Bei älteren oder gesundheitlich vorbelasteten Personen kann die Infektion jedoch zu gefährlichen Komplikationen führen, etwa zu Hirnhautentzündungen oder Organversagen.
Rund um Rom sind aktuell sechs weitere Infektionsfälle bestätigt. Die Gesundheitsbehörden mahnen zur Vorsicht und empfehlen Schutzmaßnahmen gegen Mückenstiche – vor allem in den Abendstunden, wenn die Überträgermücken besonders aktiv sind.
Die Behörden beobachten die Entwicklung mit Sorge. Mit dem Klimawandel und milderen Sommern breitet sich das Virus zunehmend auch in süd- und mitteleuropäischen Regionen aus. Die Bevölkerung wird aufgerufen, stehende Gewässer zu vermeiden, Fenster mit Mückennetzen zu schützen und Insektenschutzmittel zu verwenden.