Bulgarischen Grenzbeamten ist ein spektakulärer Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen: An der Grenze zur Türkei entdeckten sie in einem Auto fast 206 Kilogramm Kokain – versteckt in fünf Koffern zwischen persönlichen Gegenständen. Der Verkaufswert der beschlagnahmten Drogen wird auf rund 20 Millionen Euro geschätzt.
Laut Zoll handelt es sich um den bislang größten Kokainfund an einer bulgarischen Landgrenze. Das Fahrzeug, in dem die Drogen transportiert wurden, war in Belgien zugelassen und wurde bei der versuchten Ausreise Richtung Türkei kontrolliert. Die Insassen hatten offenbar versucht, die Koffer unauffällig zwischen Kleidung und Gepäck zu verstecken – vergeblich.
Die Behörden ermitteln nun wegen internationalen Drogenschmuggels. Ob das Kokain für den türkischen Markt bestimmt war oder über die Türkei weitertransportiert werden sollte, ist noch unklar. Auch zu den Verdächtigen machte der Zoll bislang keine genauen Angaben.
Der Fall zeigt erneut, wie sehr die Balkanroute nicht nur für den Menschen- und Waffenschmuggel, sondern auch für den internationalen Drogenhandel eine zentrale Rolle spielt. Die Ermittlungen dauern an.