Ein gefährlicher Zwischenfall hat in der Nacht zum Montag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Spezialkräften im Harz ausgelöst: Hochgiftiges Arsen ist auf einem Firmengelände in Osterwieck ausgetreten. Die Bevölkerung wurde dringend aufgefordert, das betroffene Gebiet zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Nach Angaben der Polizei waren unbekannte Täter in eine Firma eingebrochen, die hochreine Metalle für die Elektro- und Chipindustrie verarbeitet. Dabei wurden mehrere Behälter mit Arsen gestohlen – ein extrem giftiger Stoff, der unter anderem Atemwege, Augen und Haut schädigen kann.
Ein Teil der gestohlenen Behälter wurde beschädigt wieder aufgefunden – auf dem Betriebsgelände selbst sowie auf einem angrenzenden Feld. Die genaue Menge des ausgetretenen Gifts ist bislang unklar. Experten der Feuerwehr und des Gefahrstoffzugs sind im Einsatz, um die betroffenen Bereiche zu sichern und das Arsen fachgerecht zu bergen.
Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Neben dem Verdacht auf besonders schweren Diebstahl steht nun auch der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern im Raum. Ob es sich bei dem Einbruch um einen gezielten Zugriff auf das Arsen handelt oder die Täter sich der Gefährlichkeit nicht bewusst waren, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Die Behörden mahnen zur Vorsicht und halten die Bevölkerung über Rundfunk und Warn-Apps auf dem Laufenden. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Lage bleibt angespannt.