Es ist ein halbes Jahrhundert gelebter Umweltgeschichte: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) feiert heute sein 50-jähriges Bestehen – ein Meilenstein für eine der bedeutendsten Umweltorganisationen des Landes. Bei der feierlichen Veranstaltung in Marktheidenfeld würdigten Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Zivilgesellschaft das außergewöhnliche Engagement des Verbandes.
BUND-Bundesvorsitzender Olaf Bandt dankte in seiner Rede den unzähligen Mitgliedern, Ehrenamtlichen und Spendern, ohne deren Unterstützung viele Erfolge nicht möglich gewesen wären: „Ob bedrohte Arten, das Grüne Band, Klimaklagen oder bundesweite Kampagnen – jeder Beitrag hat etwas bewegt.“ Der Verband habe über Jahrzehnte hinweg nicht nur konkrete Projekte angestoßen, sondern auch Druck auf Politik und Wirtschaft ausgeübt.
Ein besonderer Moment des Abends war die Ansprache von Hubert Weiger, Ehrenvorsitzender und Mitbegründer des BUND. Er erinnerte an die Anfänge in den 1970er Jahren – eine Zeit, in der der Naturschutz noch ein Nischenthema war. „Dass heute Umwelt- und Klimaschutz in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, verdanken wir auch der basisdemokratischen Struktur und dem beharrlichen Einsatz an der Basis“, so Weiger.
Das „Grüne Band“ – ein Symbol für Versöhnung von Natur und Geschichte entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens – gilt als eines der größten Vorzeigeprojekte des Verbandes. Daneben machte der BUND immer wieder mit erfolgreichen Klagen gegen Umweltzerstörung, Protestaktionen und politischen Initiativen Schlagzeilen.
Zum Jubiläum blickt der BUND nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn: In Zeiten von Klimakrise, Artensterben und wachsendem Ressourcendruck sieht sich der Verband mehr denn je als unverzichtbare Stimme für eine lebenswerte Zukunft. „Wir haben viel erreicht – aber unsere Arbeit ist noch lange nicht vorbei“, betonte Bandt zum Abschluss.