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Epstein-Brief belastet Trump – MAGA-Influencer schlagen sich demonstrativ auf seine Seite

MIH83 (CC0), Pixabay

Nach tagelanger Kritik an seiner Regierung wegen mangelnder Transparenz im Fall Epstein kann Donald Trump nun wieder auf die geschlossene Unterstützung zahlreicher MAGA-Influencer zählen. Der Auslöser: ein Bericht des Wall Street Journal, demzufolge ein Geburtstagsbrief an Jeffrey Epstein aus dem Jahr 2003 Trumps Unterschrift und eine anstößige Zeichnung enthalten soll.

Steve Bannon, Trumps ehemaliger Chefstratege und führender Kopf der MAGA-Bewegung, erklärte gegenüber CNN:

„Wir sind endlich in der Offensive. Präsident Trump hat genug – er schlägt zurück.“

Bannon und andere prominente Unterstützer wie Laura Loomer und Charlie Kirk hatten zuvor scharfe Kritik am Umgang der Trump-Regierung mit den Epstein-Ermittlungen geübt. Insbesondere stieß der Verzicht auf die Veröffentlichung weiterer Akten zum Fall auf Unmut. Das Justizministerium hatte vergangene Woche erklärt, es gebe keine Epstein-„Kundenliste“, und weitere Dokumente würden nicht veröffentlicht.

Ein Brief, eine Skizze und viele Fragen

Die Stimmung kippte, als das Wall Street Journal am Donnerstagabend über eine Sammlung von Briefen berichtete, die Epstein zu seinem 50. Geburtstag erhalten habe – darunter auch ein angeblich von Trump unterzeichneter Brief mit der Skizze einer nackten Frau. Trump wies den Vorwurf kategorisch zurück:

„Das ist nicht meine Sprache. Das sind nicht meine Worte.“

Er kündigte an, das Blatt und Medienmogul Rupert Murdoch zu verklagen. Trump erklärte zudem, Murdoch sei von ihm persönlich gewarnt worden, den Artikel nicht zu veröffentlichen. Dieser habe zwar versprochen, sich darum zu kümmern, sei jedoch „offensichtlich machtlos“ gewesen.

Rückendeckung aus dem rechten Lager

Nach dem Artikel beeilten sich viele rechte Stimmen, Trump zur Seite zu springen. Laura Loomer sprach von einer „völlig gefälschten“ Story, Charlie Kirk twitterte:

„So redet Trump nicht. Ich glaube das nicht.“

Kurz darauf ordnete Trump an, „relevante“ Beweismittel aus den Epstein-Ermittlungen – insbesondere Material aus der Grand Jury – freizugeben. Ob dies ausreicht, um den anhaltenden Druck aus der eigenen Basis zu dämpfen, bleibt fraglich, da die Grand-Jury-Protokolle nur einen kleinen Teil der Beweise darstellen.

Bannon fordert weiteren Angriff

Steve Bannon zeigte sich mit dem Schritt zwar zufrieden, betonte jedoch:

„Guter Anfang – aber weiter angreifen. Das ist, wenn Trump am besten ist: Attacke, Attacke, Attacke!“

Auch die Rivalität mit Medienmogul Rupert Murdoch wird von Bannon nun als Vorteil gesehen.

„Murdoch hat gezeigt, wie sehr er Trump hasst. Er wollte den Präsidenten zerstören – und ist gescheitert. Jetzt schlägt Trump zurück.“

Fazit

Die Veröffentlichung des fragwürdigen Briefes an Epstein hat zunächst die Spannungen innerhalb des MAGA-Lagers verschärft – am Ende scheint sie aber vor allem zur Mobilisierung beigetragen zu haben. Trumps aggressive Reaktion und das medienwirksame Bekenntnis seiner Unterstützer dürften das Thema für den Moment politisch entschärfen. Ob damit aber auch die unbequemen Fragen rund um Epstein endgültig verstummen, bleibt abzuwarten.

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