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Anlagebetrüger erbeuten über 1,5 Millionen Euro in Niedersachsen

TyliJura (CC0), Pixabay

Zwei Männer aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta sind auf dreiste Anlagebetrüger hereingefallen. Die Täter nutzten professionelle Websites, falsche Identitäten und die Verlockung hoher Gewinne mit Kryptowährungen, um ihre Opfer zu täuschen. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf mehr als 1,5 Millionen Euro.

Fall 1: Vermeintlicher Broker lockt mit Bitcoin-Trading

Ein Mann aus dem Landkreis Vechta überwies über mehrere Monate hinweg einen sechsstelligen Betrag an eine angebliche Online-Trading-Plattform. Laut Polizei wurde er über soziale Medien auf das Angebot aufmerksam.

Die Betrugsmasche:

  • Ein angeblicher Broker versprach hohe Renditen durch Bitcoin-Handel.

  • Die Plattform täuschte Erfolge und Gewinne vor – ein bekanntes Lockmittel.

  • Als der Mann sein angebliches Guthaben auszahlen lassen wollte, forderten die Täter zusätzliche Steuern und Gebühren in ebenfalls sechsstelliger Höhe.

  • Eine Auszahlung erfolgte nie.

Fall 2: Talkshow als Köder für Krypto-Investments

In einem ähnlich gelagerten Fall aus dem Landkreis Cloppenburg wurde ein Mann Opfer von Betrügern, nachdem er in einer Talkshow auf eine angebliche Investitionsmöglichkeit aufmerksam geworden war. Auch hier:

  • Die Täter lockten mit Krypto-Gewinnen.

  • Der Mann investierte eine hohe sechsstellige Summe.

  • Auch in diesem Fall gab es keine Auszahlung.

Die Täter: „Investment Group Frankfurt“

Nach Angaben der Polizei treten die Betrüger unter dem Namen Investment Group Frankfurt auf und agieren bundesweit. Experten warnen:

  • Gefälschte Webseiten, die echten Finanzdienstleistern täuschend ähnlich sehen.

  • Professionell wirkende Broker, die angeblich persönliche Betreuung bieten.

  • Psychologischer Druck, um immer höhere Summen zu überweisen.

Warnung der Polizei: Betrugsmethoden werden immer raffinierter

Die Polizei weist darauf hin, dass Kriminelle zunehmend auf Kryptowährungen setzen, um Anleger anzulocken. Hohe Renditen und „garantierte Gewinne“ sind typische Lockangebote. Wer eine Auszahlung nur nach erneuter Zahlung von Steuern oder Gebühren erhält, sollte sofort misstrauisch werden.

Tipps für Anleger

  • Seriosität prüfen: Offizielle Lizenzen (z. B. BaFin) und Impressum kontrollieren.

  • Misstrauen bei Vorabzahlungen: Seriöse Anbieter verlangen keine „Freischaltungsgebühren“.

  • Keine Überweisung ins Ausland: Betrügerkonten liegen oft in Drittstaaten.

  • Im Zweifel Polizei oder Verbraucherzentralen kontaktieren.

Fazit: Anlagebetrug im Internet boomt – insbesondere im Bereich Kryptowährungen. Der Schaden für die beiden Opfer in Niedersachsen beläuft sich bereits auf über 1,5 Millionen Euro. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

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