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Motivationsloch am Arbeitsplatz: Immer mehr Beschäftigte nur noch im „Dienst nach Vorschrift“

athree23 (CC0), Pixabay

Die Arbeitsmotivation in Deutschland befindet sich im Sinkflug – das zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung EY, die einen alarmierenden Trend unter Beschäftigten aufzeigt. Demnach fühlen sich nur noch 18 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als „hochmotiviert“ – im Jahr 2019 waren es noch mehr als doppelt so viele (42 Prozent).

Zwar gaben 72 Prozent der Befragten an, grundsätzlich motiviert zu sein – doch der Anteil derer, die nur noch das Nötigste tun, wächst. Rund 28 Prozent leisten laut eigener Aussage nur noch „Dienst nach Vorschrift“. Das bedeutet: rein funktionales Arbeiten ohne innerliche Beteiligung, ohne Ehrgeiz – oft als stiller Rückzug im Joballtag wahrgenommen.

Besorgniserregend ist auch die sinkende Jobzufriedenheit. Nur gut jeder Dritte (34 Prozent) fühlt sich im Beruf „uneingeschränkt zufrieden“. Der Rest zeigt sich entweder teilweise unzufrieden – oder sogar offen frustriert.

Die Studienautorinnen und -autoren führen die sinkende Motivation auf eine Kombination verschiedener Faktoren zurück: steigender Arbeitsdruck, Personalmangel, mangelnde Anerkennung, aber auch eine fehlende emotionale Bindung zum Arbeitgeber oder zu den Unternehmenszielen. Zudem sei die Kluft zwischen Anspruch und Realität in vielen Berufen gewachsen – etwa durch unerfüllte Versprechen in Sachen Work-Life-Balance oder fehlende Entwicklungsmöglichkeiten.

Die EY-Studie unterstreicht damit, was Personalverantwortliche vielerorts bereits beobachten: Eine Kultur der Entfremdung schleicht sich in die Arbeitswelt ein. Unternehmen sehen sich zunehmend gefordert, in moderne Führung, wertschätzende Kommunikation und flexible Strukturen zu investieren – nicht nur, um Talente zu halten, sondern auch, um die emotionale Bindung zum Arbeitsplatz wieder zu stärken.

Denn: Motivation ist nicht nur eine individuelle Haltung, sondern ein zentraler Faktor für Produktivität, Innovationskraft und Unternehmenserfolg.

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