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DSGVO-Ärger für TikTok & Co.: Beschwerden wegen fehlender Datentransparenz

geralt (CC0), Pixabay

Die Debatte um Datenschutz und Datentransparenz in Europa erreicht erneut prominente Player der Tech-Branche. Datenschützer aus Belgien, Griechenland und den Niederlanden haben offiziell Beschwerde gegen mehrere chinesische Internetkonzerne eingereicht – darunter die weltweit populäre Kurzvideo-Plattform TikTok, der Online-Händler AliExpress und der Messengerdienst WeChat.

Vorwurf: Verletzung der DSGVO

Nach Angaben der Datenschutzorganisation „None Of Your Business“ (NOYB) haben die Unternehmen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU verstoßen. Konkret werfen die Beschwerdeführer den Konzernen vor, Nutzern nicht den vollständigen Zugang zu ihren gespeicherten personenbezogenen Daten zu gewähren – ein zentrales Recht nach Artikel 15 DSGVO.

Während viele Unternehmen die EU-Vorgaben umsetzen und ihren Nutzern die Möglichkeit bieten, ihre Daten vollständig herunterzuladen, sollen TikTok, AliExpress und WeChat diese Pflicht nicht in vollem Umfang erfüllen.

Warum ist das relevant?

Die DSGVO schreibt Unternehmen vor, dass Nutzer jederzeit Auskunft darüber erhalten können, welche Daten über sie gespeichert und wie diese verarbeitet werden. Dies ist essenziell, um Transparenz und Selbstbestimmung im Umgang mit persönlichen Informationen sicherzustellen. Verstöße gegen diese Regelungen können hohe Geldstrafen nach sich ziehen – bis zu 4 % des weltweiten Jahresumsatzes.

Mögliche Konsequenzen

Sollten die Vorwürfe bestätigt werden, drohen den betroffenen Konzernen nicht nur hohe Bußgelder, sondern auch Reputationsschäden in der EU. Für TikTok ist dies besonders heikel, da die Plattform bereits in der Vergangenheit wegen mangelnder Datensicherheit und des Umgangs mit Minderjährigen kritisiert wurde.

Fazit

Die Beschwerden zeigen erneut: Die europäischen Datenschutzbehörden nehmen Verstöße gegen die DSGVO sehr ernst. Große Tech-Konzerne, insbesondere aus Nicht-EU-Ländern, geraten zunehmend unter Druck, ihre Praktiken an die europäischen Standards anzupassen. Für Nutzer bedeutet das mehr Transparenz – zumindest auf dem Papier.

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