In der bevorstehenden Ferienzeit rechnet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit erheblichen Staus an den deutsch-polnischen Grenzübergängen. Grund dafür sind die anhaltenden Grenzkontrollen durch die Bundespolizei, die seit vergangenem Jahr zur Bekämpfung illegaler Migration und grenzüberschreitender Kriminalität eingeführt wurden.
Nach Einschätzung der GdP handelt es sich dabei nicht um Vollkontrollen, sondern um sogenannte Durchfahrtskontrollen, bei denen Fahrzeuge stichprobenartig überprüft werden. Dennoch führt diese Maßnahme laut GdP-Vorsitzendem Andreas Roßkopf regelmäßig zu Verzögerungen im Verkehrsfluss, was insbesondere während der Ferienreisewelle zu längeren Rückstaus führen könnte.
Bundesinnenministerium sucht nach Lösungen
Das Bundesinnenministerium steht in engem Austausch mit der Bundespolizei, um Möglichkeiten zur Vermeidung größerer Verkehrsbehinderungen zu finden. Geprüft werden unter anderem flexiblere und mobilere Kontrollkonzepte, die an das Verkehrsaufkommen angepasst werden können.
Roßkopf hält eine solche flexible Herangehensweise für zielführend, um einerseits die Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, andererseits aber auch unnötige Belastungen für Reisende zu vermeiden.
Ob konkrete Anpassungen noch vor Beginn der Sommerferien erfolgen, ist derzeit offen. Klar ist jedoch: Die Verkehrssituation an den östlichen Grenzübergängen bleibt auch in den kommenden Wochen angespannt.