Der Ton im transatlantischen Handel wird erneut schärfer: Ex-US-Präsident und Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat angekündigt, zum 1. August neue Strafzölle auf Importe aus der Europäischen Union zu verhängen.
Wie Trump auf seiner Plattform Truth Social schrieb, sollen die Zölle pauschal 30 Prozent betragen. „Es ist Zeit, dass Europa endlich fair spielt“, erklärte der Republikaner in seiner kurzen Mitteilung.
Die Ankündigung dürfte in Brüssel für Alarm sorgen. In der Vergangenheit hatten Strafzölle unter Trumps Präsidentschaft bereits zu erheblichen Spannungen zwischen den USA und der EU geführt – etwa im Streit um Stahl, Aluminium und Agrarprodukte.
Eine offizielle Stellungnahme der US-Regierung liegt bislang nicht vor. Auch aus Brüssel gab es zunächst keine unmittelbare Reaktion. Experten rechnen jedoch mit einer deutlichen Antwort, sollte Trump seine Ankündigung wahr machen – möglicherweise mit Gegenzöllen oder einem Gang zur Welthandelsorganisation WTO.
Die EU hatte zuletzt betont, faire Handelsbeziehungen erhalten zu wollen, gleichzeitig aber signalisiert, sich gegen einseitige Maßnahmen verteidigen zu wollen.
Ob die Zölle tatsächlich in Kraft treten, dürfte auch davon abhängen, wie sich die politischen Machtverhältnisse in den USA nach der Wahl im November entwickeln. Klar ist jedoch schon jetzt: Der transatlantische Handelsstreit ist zurück auf der Bühne – mit voller Wucht.