Reisende in Deutschland müssen auch im Sommer 2025 deutlich mehr für Flugtickets zahlen. Laut einer aktuellen Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen – und das betrifft nicht nur klassische Linienflüge, sondern auch sogenannte Billigflieger.
Die Untersuchung basiert auf den durchschnittlichen Ticketpreisen der vier größten Low-Cost-Airlines in Deutschland: Wizz Air, Eurowings, Ryanair und Easyjet. Demnach lag der durchschnittliche Preis für ein einfaches Ticket ohne Gepäck im aktuellen Sommerflugplan zwischen 67 Euro und 130 Euro – im Vergleich zu einer Preisspanne von 66 bis 110 Euro im Vorjahr. Besonders auffällig: Die oberen Preisgrenzen sind bei fast allen Anbietern gestiegen.
Gründe für den Preisanstieg
Die Expertinnen und Experten des DLR nennen mehrere Ursachen für die anhaltend hohen Flugpreise:
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Begrenztes Flugangebot: Nach der Corona-Pandemie haben viele Airlines ihre Kapazitäten nur zögerlich wieder hochgefahren. Flugzeuge, Personal und Slots bleiben begrenzt – was die Preise bei hoher Nachfrage steigen lässt.
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Höhere Gebühren und Steuern: Flughafengebühren, Sicherheitsentgelte und Umweltabgaben sind in vielen Ländern gestiegen, was sich direkt auf die Ticketpreise auswirkt. Auch die in Deutschland erhöhte Luftverkehrsteuer belastet vor allem Kurz- und Mittelstreckenflüge.
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Inflation und Betriebskosten: Auch Airlines selbst sind von gestiegenen Energiepreisen, Wartungskosten und Personalausgaben betroffen – und geben diese Mehrbelastungen zunehmend an Kundinnen und Kunden weiter.
Günstig nur auf den ersten Blick?
Zwar werben viele Anbieter weiterhin mit niedrigen Einstiegspreisen, doch diese gelten meist nur für eine sehr begrenzte Zahl an Sitzplätzen. Hinzu kommen Zusatzkosten für Gepäck, Sitzplatzreservierung, Check-in oder Umbuchungen, die den Endpreis schnell in die Höhe treiben.
Für Passagiere bedeutet das: Früh buchen, flexibel bleiben und Zusatzkosten einkalkulieren – das sind derzeit die besten Strategien, um bezahlbare Tickets zu sichern.
Fazit
Der Traum vom günstigen Kurztrip ist auch bei Billigfliegern nicht mehr selbstverständlich. Flugreisen ab deutschen Airports sind spürbar teurer geworden – selbst bei Spar-Anbietern. Wer in diesem Sommer abheben will, muss mehr zahlen, weniger Auswahl in Kauf nehmen und mit Zusatzgebühren rechnen. Die Zeiten ultra-billiger Spontanflüge scheinen zumindest vorerst vorbei zu sein.