Nach einem historischen Tiefstand im Jahr 2023 ist die Zahl der Adoptionen in Deutschland im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im Jahr 2024 insgesamt 3.662 Kinder adoptiert – ein Anstieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Stiefeltern dominieren das Adoptionsgeschehen
Der Großteil der Adoptionen erfolgte innerhalb bestehender Familienstrukturen:
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Rund 74 Prozent der Kinder wurden von Stiefmüttern oder Stiefvätern adoptiert, meist im Rahmen von Patchwork-Familien oder nach dem Eintritt eines neuen Partners in das Leben eines alleinerziehenden Elternteils.
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Etwa 25 Prozent der Adoptionen erfolgten durch Paare, die gemeinsam ein Kind aufnahmen, etwa im Rahmen einer Fremdadoption.
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In knapp zwei Prozent der Fälle wurde das Kind von einer alleinstehenden Person adoptiert.
Durchschnittsalter bei 5,3 Jahren
Das durchschnittliche Alter der adoptierten Kinder lag bei 5,3 Jahren. Damit zeigt sich, dass Adoptionen häufig nicht unmittelbar nach der Geburt erfolgen, sondern oft erst nach mehreren Lebensjahren des Kindes.
Bedeutung des leichten Anstiegs
Obwohl der Anstieg gegenüber dem Vorjahr moderat ausfällt, wird er vor dem Hintergrund eines langjährigen Rückgangs als vorsichtiger positiver Trend gewertet. Fachleute betonen jedoch, dass der Adoptionsprozess in Deutschland weiterhin von strengen gesetzlichen Anforderungen und einer hohen gesellschaftlichen Verantwortung geprägt ist.