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Hamas signalisiert Gesprächsbereitschaft zu US-Vorschlag für Gaza-Waffenruhe

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Die radikalislamische Hamas hat am Donnerstagabend auf einen von den USA vermittelten Waffenstillstandsvorschlag für den Gaza-Konflikt reagiert – nach eigenen Angaben „in positivem Geist“ – und sich zur sofortigen Aufnahme von Gesprächen über die Umsetzung des Plans bereit erklärt.

Der Vorschlag von US-Präsident Donald Trump sieht eine 60-tägige Waffenruhe vor, während der eine Freilassung von Geiseln und Verhandlungen zur Beendigung des seit 21 Monaten andauernden Krieges erfolgen sollen.

Trump fordert Einigung – Druck auf Netanyahu

Trump erklärte, dass Israel den Bedingungen bereits zugestimmt habe. Die endgültige Zustimmung stehe nun von beiden Seiten aus. „Wir hoffen, dass es nächste Woche passiert“, sagte er und kündigte an, bei einem bevorstehenden Treffen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu auf eine Einigung zu drängen.

Netanyahu hat sich bisher nicht öffentlich zu Trumps Plan geäußert. In der Vergangenheit hatte er wiederholt betont, dass Hamas entwaffnet werden müsse – eine Forderung, die die Organisation weiterhin ablehnt.

Lage in Gaza weiter katastrophal – Angriffe und Tote

Unterdessen gehen die Kämpfe in Gaza unvermindert weiter. Nach Angaben lokaler Gesundheitsbehörden wurden in den vergangenen 24 Stunden mindestens 138 Palästinenser getötet. Bei einem nächtlichen Luftangriff auf ein Zeltlager westlich von Khan Younis sollen 15 Binnenflüchtlinge ums Leben gekommen sein.

Das israelische Militär erklärte, man habe in der Region Hamas-Kämpfer eliminiert, Waffenlager zerstört und über 100 Ziele in Gaza bombardiert.

Proteste in Tel Aviv – Appell an Trump

Am Unabhängigkeitstag der USA versammelten sich in Tel Aviv Angehörige und Unterstützer von Geiseln, um Trump zur Einigung zu bewegen. Vor der US-Botschaft stellten sie eine symbolische Sabbat-Tafel mit 50 leeren Stühlen auf – als Mahnmal für die noch in Gaza festgehaltenen Geiseln.

„Nur du kannst den Deal möglich machen“, sagte Gideon Rosenberg, dessen Mitarbeiter Avinatan Or beim Terroranschlag auf das Nova-Musikfestival am 7. Oktober 2023 entführt wurde. Er gilt als einer der etwa 20 noch lebenden Geiseln.

Ein US-Regierungsvertreter sagte, der Plan sehe vor, während der 60-tägigen Waffenruhe 10 lebende Geiseln sowie die Leichname von 18 weiteren freizugeben.

Ruf nach Einigung – Appelle an Netanyahu

Ruby Chen, Vater des getöteten US-israelischen Soldaten Itay Chen, forderte Netanyahu auf, aus Washington „mit einem Deal für alle Geiseln zurückzukehren“.

Chen war am 7. Oktober 2023 bei dem Hamas-Angriff entführt worden – jenem Tag, an dem etwa 1.200 Menschen getötet und über 250 als Geiseln genommen wurden.

Bilanz des Krieges

Seit Beginn der israelischen Offensive gegen die Hamas starben laut palästinensischen Angaben mehr als 57.000 Menschen – die Mehrheit davon Zivilisten. Über 2 Millionen Menschen wurden vertrieben, Hunger und Zerstörung prägen den Gazastreifen, den die Hamas seit fast 20 Jahren regiert – aktuell jedoch nur noch in Teilen kontrolliert.


Hinweis: Die Lage ist weiterhin angespannt und dynamisch. Eine offizielle Antwort der israelischen Regierung sowie konkrete Fortschritte in den Verhandlungen stehen zum Redaktionsschluss noch aus.

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