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Maskenaffäre um Spahn: Geheime Passagen enthüllen Millionen-Deals mit Schweizer Firma

OrnaW (CC0), Pixabay

Die Maskenbeschaffung aus der Corona-Zeit holt Jens Spahn erneut ein: Der ehemalige Bundesgesundheitsminister steht wegen teurer und teils mangelhafter Maskenkäufe weiter in der Kritik – und neue Details aus dem jetzt ungeschwärzten Masken-Sonderbericht bringen ihn zusätzlich unter Druck.

Wie Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zeigen, hat das Bundesgesundheitsministerium im Bericht der Sonderermittlerin offenbar deutlich mehr geschwärzt als nötig. Die Passagen, die jetzt erstmals öffentlich werden, werfen ein brisantes Licht auf millionenschwere Geschäfte mit der Schweizer Firma Emix.

Demnach orderte Spahn während der Pandemie Masken im Wert von 750 Millionen Euro bei Emix – obwohl viele Lieferungen laut Bericht unbrauchbar waren. Dennoch soll das Ministerium nahezu alle Masken zu hohen Stückpreisen abgenommen haben.

Der Vergleich der ursprünglichen und der vollständigen Fassung zeigt: Besonders heikel sind die vielen geschwärzten Fußnoten. Sie belegen, wie eng Spahn in die Entscheidungen zu den Deals eingebunden war. Kritiker werfen dem Ministerium nun vor, bewusst versucht zu haben, die politische Verantwortung Spahns und der Union zu verschleiern.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen fordert Aufklärung: „Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Verantwortlichen bis heute nicht zu ihren Fehlern stehen wollen.“ Spahn selbst bestreitet jegliches Fehlverhalten und verweist auf die extreme Notlage zu Beginn der Pandemie.

Doch mit dem jetzt vorliegenden vollständigen Bericht dürfte der Streit um die Maskenaffäre wieder aufflammen – und Spahn einmal mehr in die Defensive zwingen.

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