Die Energiewende kommt immer öfter direkt ans Geländer: Balkonkraftwerke sind in Deutschland weiterhin ein Renner. Allein im ersten Halbjahr 2025 kamen mehr als 220.000 neue Mini-Solaranlagen dazu – so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur waren zum Stichtag 30. Juni insgesamt 1.009.390 Balkonkraftwerke gemeldet. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, da nicht alle Besitzer ihre Anlage sofort anmelden – dafür gilt eine einmonatige Nachfrist.
Der Trend zeigt: Immer mehr Haushalte wollen zumindest einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen. Möglich machen das rechtliche Erleichterungen, die schon unter der letzten Bundesregierung beschlossen wurden. Sie haben Genehmigungen und bürokratische Hürden spürbar reduziert.
Balkonkraftwerke sind meist steckerfertige Mini-Solaranlagen, die auf dem Balkon, an der Hauswand oder im Garten installiert werden können. Sie liefern genug Energie, um zumindest einen Teil des Grundverbrauchs – etwa für Kühlschrank, WLAN-Router oder Waschmaschine – zu decken.
Für viele Menschen ist der eigene Solarstrom nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch eine kleine Absicherung gegen steigende Strompreise. Und der Boom dürfte weitergehen: Die Politik plant, das Einspeisen ins Netz noch einfacher zu machen.