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Köln schafft das Wort „Spielplatz“ ab – für mehr Inklusion

biancamentil (CC0), Pixabay

Aus dem „Spielplatz“ wird die „Spiel- und Aktionsfläche“: Die Stadt Köln will mit einer ungewöhnlichen Umbenennung für mehr Inklusion sorgen – und sorgt damit prompt für Diskussionen.

Hintergrund: Nach Ansicht der Stadtverwaltung sei der Begriff „Spielplatz“ zu eng gefasst. Die Flächen seien längst nicht nur Orte für Kinder, sondern sollten als offene Begegnungs- und Bewegungsräume für alle Menschen verstanden werden – egal ob jung oder alt, mit oder ohne Behinderung, mit jedem kulturellen Hintergrund.

Deshalb sollen 700 Schilder an den Kölner (Noch-)Spielplätzen ausgetauscht werden. Stattdessen prangen dort ab Herbst 2025 bunte Tafeln mit dem neuen Namen: „Spiel- und Aktionsfläche“. Die Schilder zeigen Piktogramme von spielenden Kindern, Ballspielenden und Skatern.

Das Rathaus begründet die Maßnahme mit einem erweiterten Inklusionsgedanken: Die Plätze sollen „Begegnungsorte für alle jungen Menschen“ sein – und auch Erwachsenen und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten zur Nutzung bieten.

Doch nicht alle sehen darin eine gute Priorität. Jochen Ott (SPD), Oppositionsführer im NRW-Landtag und selbst Kölner, hält den Schritt für wenig hilfreich angesichts der Realität vor Ort: „Viele Kölner Spielplätze sind in einem miserablen Zustand – ungepflegt, Spielgeräte fehlen, kein Sonnenschutz. Da frage ich mich ernsthaft, ob der Name auf dem Schild wirklich das größte Problem ist.“

Die Stadt wiederum musste laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ das Wort „Spiel“ im Titel behalten – sonst hätte das Ordnungsamt keine rechtliche Handhabe, wenn die Flächen zweckentfremdet würden.

Fest steht: Aus „Spielplatz“ wird „Spiel- und Aktionsfläche“. Ob das am Ende mehr Begegnung schafft – oder nur mehr Kopfschütteln –, wird sich in Köln bald zeigen.

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