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Sexarbeit in Deutschland: Mehr Anmeldungen, aber weiter unter Vor-Corona-Niveau

geralt (CC0), Pixabay

Die Zahl der angemeldeten Prostituierten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen – liegt aber weiter spürbar unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Demnach waren Ende 2023 rund 32.300 Menschen offiziell als Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter gemeldet. Das bedeutet ein Plus von gut 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch ein Blick zurück zeigt: Vor der Pandemie, Ende 2019, waren es bundesweit noch rund 40.400.

Damit erholt sich der Markt nur langsam. Viele Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter hatten in der Pandemie aufgeben müssen – oft aus finanzieller Not oder wegen strenger Kontaktbeschränkungen.

Laut Statistik hat nur gut jede sechste angemeldete Person die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Anmeldepflicht für Sexarbeit gilt in Deutschland seit Inkrafttreten des Prostituiertenschutzgesetzes – es soll mehr Sicherheit für die Branche bringen und Ausbeutung verhindern.

Obwohl die Zahlen wieder steigen, fordern Fachverbände seit Jahren mehr Unterstützung für die oft prekären Arbeitsbedingungen. Der Trend zeigt: Die Sexarbeit ist zurück – doch sie bleibt ein umstrittenes, oft tabuisiertes Thema.

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