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Palm Springs: Mitverschwörer bei Anschlag auf Kinderwunschklinik stirbt in US-Gewahrsam

MIH83 (CC0), Pixabay

 Der 32-jährige Daniel Park, der wegen Unterstützung eines tödlichen Bombenanschlags auf eine Kinderwunschklinik im kalifornischen Palm Springs angeklagt war, ist am Dienstagmorgen in einem US-Gefängnis gestorben. Wie das US Bureau of Prisons mitteilte, wurde Park um 7:30 Uhr Ortszeit regungslos in seiner Zelle im Metropolitan Detention Center in Los Angeles aufgefunden. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos – im Krankenhaus wurde er für tot erklärt.

Über die genaue Todesursache schweigt die Behörde bislang. Das FBI und der US Marshals Service wurden informiert, es gebe laut Angaben der Gefängnisleitung keine Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Gefährdung anderer Häftlinge.

Angeklagt wegen Terror-Unterstützung

Daniel Park wurde am 17. Juni wegen der Unterstützung eines Terrorakts sowie Verschwörung gegen die Vereinigten Staaten angeklagt. Die Bundesanwaltschaft beschuldigte ihn, rund 270 Pfund Ammoniumnitrat – ein hochexplosiver Sprengstoffvorläufer – an den 25-jährigen Guy Edward Bartkus geliefert zu haben, der am 17. Mai bei einem Selbstmordanschlag vor der Kinderwunschklinik „American Reproductive Centers“ ums Leben kam.

Der Anschlag forderte vier Verletzte und richtete einen Schaden von bis zu 12 Millionen Dollar an. Teile der Klinik stürzten ein, weitere Gebäude in mehreren Blocks wurden beschädigt. Laut FBI handelt es sich um eine der größten Bombenanschlags-Ermittlungen in Südkalifornien.

Ideologische Motive: „Anti-Natalismus“ und „Pro-Mortalismus“

Die Ermittlungen deuten auf ein ideologisches Tatmotiv hin: Beide Männer sollen Anhänger des sogenannten Anti-Natalismus gewesen sein – einer radikalen Philosophie, die menschliche Fortpflanzung als moralisch verwerflich betrachtet. Darüber hinaus sollen sie eine „pro-mortalistische“ Weltsicht vertreten haben, wonach das Leben selbst Leid bedeutet und möglichst schnell beendet werden sollte.

Bereits seit 2016 soll Park entsprechende Inhalte in sozialen Medien veröffentlicht haben. Zwischen 2022 und 2025 tätigte er laut Anklage mindestens sechs Bestellungen von Ammoniumnitrat und unternahm persönliche Reisen zu Bartkus, um gemeinsam Sprengstoff-Experimente durchzuführen. Die letzten Lieferungen erfolgten noch im Januar und Mai 2025.

Festnahme in Polen – Auslieferung nach USA

Nach dem Anschlag floh Park nach Europa und wurde am 30. Mai in Polen festgenommen. Am 3. Juni überstellten US-Marshals ihn nach New York. Seit dem 13. Juni befand er sich in Untersuchungshaft in Los Angeles.

Die US-Behörden setzen die Ermittlungen fort. Unklar ist, ob Park weitere Mitwisser oder Unterstützer hatte. Der Anschlag wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahr ideologisch motivierter Einzeltäter – ein Thema, das zuletzt in den USA vermehrt diskutiert wird.

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