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München bleibt teuerste Stadt Deutschlands – Immobilienpreise weiterhin auf Rekordniveau trotz leichter Korrektur

Dreblow (CC0), Pixabay

Trotz eines leichten Rückgangs bei Bau- und Wohnungspreisen bleibt München auch im Jahr 2024 unangefochtener Spitzenreiter auf dem deutschen Immobilienmarkt. Die bayerische Landeshauptstadt verzeichnet weiterhin die höchsten Kauf- und Mietpreise für Wohnimmobilien in der gesamten Bundesrepublik – das geht aus dem heute vorgestellten Immobilien-Jahresbericht hervor.

11,4 Milliarden Euro Umsatz – Immobilienmarkt deutlich erholt

Der Münchner Immobilienmarkt hat sich im Vergleich zu den Vorjahren spürbar erholt. Der Gesamtumsatz stieg im Jahr 2024 auf 11,4 Milliarden Euro – ein kräftiges Plus gegenüber den schwächeren Jahren 2022 und 2023. Auch die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge für Grundstücke und Immobilien hat wieder deutlich zugenommen – rund 34 Prozent mehr als in den beiden Vorjahren.

Die Gründe für den vorherigen Rückgang lagen laut Münchens Kommunalreferentin Jacqueline Charlier vor allem in der wirtschaftlichen Unsicherheit: „Die steigenden Baukosten, die Zinspolitik sowie Krisen wie Corona oder der Krieg in der Ukraine hatten eine dämpfende Wirkung. Das alles hat den Markt zunächst ausgebremst.“

Leichter Preisrückgang – aber auf sehr hohem Niveau

Trotz der wiederbelebten Nachfrage und höheren Transaktionszahlen sind die Preise 2024 leicht gesunken: Sowohl Bauland als auch Neubau-Eigentumswohnungen verzeichneten einen durchschnittlichen Preisrückgang von etwa sieben Prozent. Für Charlier jedoch kein Grund zur Sorge – im Gegenteil: „Wir sprechen bewusst von einem ‚gesunden Schrumpfen‘. Es ist eine Normalisierung auf hohem Niveau, kein Einbruch.“

Tatsächlich liegt das Preisniveau in München immer noch deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Die Stadt bleibt sowohl für Käufer als auch für Mieter die teuerste Wohnlage Deutschlands.

Wohnraumbedarf bleibt hoch – soziale Durchmischung gefordert

Trotz der minimalen Entspannung bei den Preisen bleibt die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum hoch, insbesondere in zentralen Stadtlagen. Die Stadt München betont, weiterhin auf soziale Durchmischung und Förderung von Wohnbauprojekten setzen zu wollen, um auch mittleren und unteren Einkommensgruppen Zugang zum Wohnungsmarkt zu ermöglichen.

Charlier: „Wir dürfen nicht nur auf die Zahlen schauen. Der Markt muss langfristig für alle Bevölkerungsgruppen funktionieren – nicht nur für Investoren und Gutverdiener.“

Entwicklung im Langzeitvergleich

Ein Blick auf die Entwicklung seit 2005 zeigt: Der Immobilienmarkt in München ist über zwei Jahrzehnte nahezu kontinuierlich gewachsen – sowohl beim Transaktionsvolumen als auch bei den Preisen. Die Jahre 2022 und 2023 stellten dabei eine temporäre Zäsur dar, die nun offenbar überwunden ist. Die heutigen 11,4 Milliarden Euro Umsatz markieren einen erneuten Aufwärtstrend – wenngleich unter anderen Vorzeichen als noch zu Boomzeiten.

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