Dark Mode Light Mode

Feuerwehr fordert härtere Strafen für Gaffer – „Führerscheinentzug wäre wirksamer“

succo / Pixabay

Sie behindern Rettungskräfte, filmen verletzte Menschen und riskieren mit ihrem Verhalten Folgeunfälle: Gaffer an Unfallstellen sind für Einsatzkräfte ein anhaltendes Problem – und sollen nach dem Willen des Deutschen Feuerwehrverbands künftig härter bestraft werden.

Karl-Heinz Banse, Präsident des Verbandes, fordert im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung deutlichere Konsequenzen: „Gaffer bleiben ein Dauerärgernis bei Einsätzen. Da muss sich etwas ändern.“ Die bisherigen Geldstrafen wirkten offenbar nicht abschreckend genug.

Banse plädiert daher für eine Anpassung der Gesetzeslage: Wer an einem Unfallort filmt oder den Ablauf behindert, solle künftig so behandelt werden wie Autofahrer, die während der Fahrt mit dem Handy hantieren – bis hin zur zeitnahen Abnahme des Führerscheins. „Das schreckt mehr ab als abstrakte Geldstrafen“, ist Banse überzeugt.

Die Forderung findet vor dem Hintergrund wachsender Probleme bei Großeinsätzen Gehör: Immer wieder berichten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste von Gaffern, die Einsätze behindern oder durch rücksichtsloses Verhalten gefährden. Auch juristisch bewegt sich die Diskussion zunehmend in Richtung klarerer und härterer Sanktionen.

Ob der Vorschlag in konkrete Gesetzesinitiativen mündet, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Die Feuerwehr will nicht länger zusehen, wie Sensationslust zur Gefahr für Helfende und Betroffene wird.

Kommentar hinzufügen Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Previous Post

Milliarden für Europas Tech-Zukunft – EU-Förderbank kündigt Investitionsoffensive für Start-ups an

Next Post

Vorläufige Insolvenzverwaltung über Objekt Schwäbisch Gmünd 2 GmbH angeordnet