Bei einem Polizeieinsatz in der Gemeinde Steinhagen im Kreis Gütersloh ist am Wochenende ein 30-jähriger Mann mit einem Messer von der Polizei angeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Nach einer Notoperation sei sein Zustand inzwischen stabil, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Dem Einsatz war eine Gewalttat im familiären Umfeld vorausgegangen: Der Mann, ein polizeibekannter Syrer, soll sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und ein Familienmitglied verletzt haben. Als die Beamten am Einsatzort eintrafen, habe der Mann die Polizisten mit dem Messer bedroht und angegriffen, woraufhin die Situation eskalierte.
Spezialeinsatzkräfte (SEK) wurden hinzugezogen und konnten den Mann schließlich festnehmen. Die genauen Umstände des Schusswaffeneinsatzes werden nun von der Staatsanwaltschaft und einer gesonderten Ermittlungseinheit untersucht – wie bei jedem Fall, in dem Polizeibeamte Schusswaffen einsetzen.
Die Ermittlungen dauern an. Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die schwierige Balance zwischen Eigensicherung der Polizei und dem Umgang mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen.