Im Zusammenhang mit dem Tod des Schauspielers Matthew Perry hat sich der kalifornische Arzt Dr. Salvador Plasencia am 16. Juni 2025 schuldig bekannt. Ihm wird vorgeworfen, dem „Friends“-Star wiederholt Ketamin ohne medizinische Grundlage verschrieben und verkauft zu haben. Perry war im Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren tot in seinem Whirlpool aufgefunden worden. Eine Autopsie ergab, dass die akuten Wirkungen von Ketamin hauptursächlich für seinen Tod waren.
Plasencia, auch bekannt als „Dr. P“, bekannte sich in vier Anklagepunkten der illegalen Verteilung von Ketamin schuldig. Laut Gerichtsdokumenten handelte er außerhalb ärztlicher Standards und ohne legitime medizinische Indikation. Ihm drohen bis zu 40 Jahre Haft, dazu eine Geldstrafe von bis zu 2 Millionen US-Dollar sowie eine dreijährige überwachte Freilassung.
Gemeinsam mit vier weiteren Angeklagten – darunter Perrys Assistent Kenneth Iwamasa, die als „Ketamin-Königin“ bekannte Jasveen Sangha und der Arzt Mark Chavez – soll Plasencia Teil eines Netzwerks gewesen sein, das Perry über Monate hinweg mit Ketamin versorgte. Die Ermittlungen ergaben, dass Perry allein im September 2023 rund 12.000 US-Dollar an Plasencia zahlte.
Am Tag von Perrys Tod soll Iwamasa dem Schauspieler eine Ketamin-Injektion verabreicht haben – ohne medizinische Zulassung. Die Drogen stammten laut Behörden von Sangha und Erik Fleming, wurden aber mit Anleitungen und Spritzen von Plasencia geliefert. Bereits eine Woche zuvor war Plasencia informiert worden, dass Perrys Konsum außer Kontrolle geraten sei.
Nach dem Todesfall versuchte Sangha offenbar, digitale Spuren zu verwischen, und schrieb an Fleming: „Lösch alle unsere Nachrichten.“
Der Fall hat eine breite Diskussion über die Verantwortung medizinischen Fachpersonals und den Missbrauch von Ketamin ausgelöst. Die US-Drogenbehörde (DEA) betonte: „Perrys Weg in den Tod begann bei gewissenlosen Ärzten, die ihn als lukrative Einnahmequelle sahen.“