Es hätte ein ungetrübter Triumph für die 21-jährige US-Amerikanerin Coco Gauff werden sollen: Mit einem beeindruckenden Sieg gegen die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka holte sie sich am 7. Juni erstmals den Titel bei den French Open – und das als erste US-Spielerin seit zehn Jahren.
Doch kaum war die Siegerehrung vorbei, wehte ein etwas rauerer Wind – und das nicht nur vom Pariser Centre Court: Sabalenka erklärte bei der Pressekonferenz, Gauff habe das Finale weniger durch herausragendes Spiel als vielmehr durch ihre eigenen „leichten Fehler“ gewonnen. Wörtlich sagte die Belarussin: „Ich denke, sie hat nicht gewonnen, weil sie unglaublich gespielt hat, sondern weil ich diese einfachen Bälle verhauen habe.“
Zwar relativierte Sabalenka ihre Aussagen später und lobte Gauff für ihr „zielstrebiges und kontrolliertes Spiel“ – doch der erste Eindruck blieb hängen.
Gauff bleibt cool – trotz Rückhand-Kommentar
Gauff zeigte sich am Montagmorgen in der Sendung „Good Morning America“ überrascht, aber gelassen: „Ich war ein bisschen überrascht von den Kommentaren. Aber ich will ihr zugutehalten, dass es ein emotionaler Tag war.“ Gleichzeitig nannte sie Sabalenka eine „Kämpferin“ und betonte, dass die schwierigen Windverhältnisse im Finale für beide eine Herausforderung gewesen seien – eine Einschätzung, der sich Sabalenka letztlich anschloss.
Bilanz spricht nun für Gauff
Mit dem Sieg hat Gauff nun die direkte Bilanz gegen Sabalenka auf 6:5 verbessert – und bei Grand-Slam-Endspielen steht es nun 2:1 für die junge Amerikanerin.
Fazit: Ein Sieg mit Nachspiel
Was als sportlicher Höhepunkt für Coco Gauff begann, bekam schnell einen kleinen Schatten. Doch wer solche Bälle elegant returniert – auf dem Platz wie auch bei Interviews – der zeigt: Dieser Titel war mehr als verdient.