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Sylt: Jäger wollen Goldschakal erlegen – Jagdtourismus unerwünscht

Wheely248 (CC0), Pixabay

Nach der Erteilung einer seltenen Ausnahmegenehmigung zum Abschuss eines Goldschakals auf Sylt hat das Tier deutschlandweit Aufmerksamkeit erregt – auch bei passionierten Jägern. Doch die Insel wehrt sich gegen einen drohenden Jagdtourismus.

„Es haben sich Leute gemeldet, aber das wird nicht in Anspruch genommen – wir wollen hier keinen Jagd-Tourismus“, erklärte Manfred Uekermann, stellvertretender Kreisjägermeister von Nordfriesland, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Seit Bekanntwerden der Genehmigung hätten ihn Anfragen von Jägern aus ganz Deutschland erreicht, die sich an der Suche nach dem seltenen Raubtier beteiligen wollten.

Der Goldschakal, ein scheuer Einzelgänger und enger Verwandter des Wolfs, war in den vergangenen Wochen mehrfach auf Sylt gesichtet worden – teils sogar in unmittelbarer Nähe zu Siedlungen. Behörden sehen eine mögliche Gefahr für heimische Wildtiere und Haustiere, da es sich um ein nicht heimisches Raubtier handelt, das sich im Ökosystem der Insel unkontrolliert ausbreiten könnte.

Die Abschussgenehmigung wurde unter strengen Auflagen erteilt. Sie gilt ausschließlich für ortsansässige, besonders qualifizierte Jäger. Ziel sei es, den Bestand nicht zu dezimieren, sondern das einzelne Tier zu entnehmen, bevor es sich dauerhaft auf der Insel etabliert.

Naturschutzorganisationen reagieren gespalten. Während einige Umweltschützer die Maßnahme kritisch sehen und den Schutzstatus des Goldschakals betonen, verweisen andere auf die besondere ökologische Lage der Insel, die eine kontrollierte Reaktion notwendig mache.

Uekermann betonte, dass es bei dieser Maßnahme nicht um Trophäen oder Jagderlebnis gehe, sondern um gezielte Gefahrenabwehr im Sinne des Naturschutzes und der öffentlichen Sicherheit. Die Jagd auf das Tier bleibe „eine Angelegenheit der lokalen Fachleute“.

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