In der kanadischen Provinz Manitoba haben Militärflugzeuge und Hubschrauber mit der Evakuierung von Bewohnern begonnen, da sich zahlreiche Waldbrände rasant ausbreiten. Besonders betroffen sind die Prärieprovinzen Saskatchewan und Manitoba, in denen bereits Tausende Menschen ihre Häuser verlassen mussten.
Laut Behörden brennen derzeit über 180 Feuer in Kanada – 25 davon in Manitoba, zehn gelten dort als außer Kontrolle. Die Lage ist so ernst, dass beide Provinzen den Notstand ausgerufen und internationale Hilfe angefordert haben.
In der besonders bedrohten First-Nations-Gemeinde Pukatawagan müssen über 2.000 Menschen ausgeflogen werden. Auch aus der Stadt Flin Flon wurden nahezu alle Bewohner evakuiert, nur Feuerwehrkräfte und Einsatzteams sind noch vor Ort.
Die Wetterlage verschärft die Situation: Hitze, Trockenheit und starker Wind fördern die Ausbreitung der Brände. Laut Meteorologen ist keine Entspannung in Sicht.
Der Rauch beeinträchtigt mittlerweile auch die Luftqualität in den USA. Über 22 Millionen Menschen – u. a. in Michigan, Wisconsin und Minnesota – stehen unter Luftqualitätswarnungen.
Nach dem Rekordjahr 2023, in dem über 17 Millionen Hektar Wald in Kanada verbrannten, machen Experten erneut den Klimawandel mitverantwortlich: Längere Hitzewellen und trockene Vegetation begünstigen extreme Brandausbrüche.