Mit dem Kinohit Sinners rückt das kleine Städtchen Clarksdale im US-Bundesstaat Mississippi ins internationale Rampenlicht. Der Film von Regisseur Ryan Coogler (Black Panther) hat weltweit über 300 Millionen Dollar eingespielt – und würdigt eine Region, die als Wiege des Blues gilt.
Die Handlung spielt im Jahr 1932 und verbindet Musical, Horror und Geschichtserzählung. Hauptfigur: ein Zwillingspaar (gespielt von Michael B. Jordan), das nach dem Ersten Weltkrieg nach Clarksdale zurückkehrt. Coogler ließ sich von seinem Onkel und der Geschichte des Delta-Blues inspirieren – auch wenn der Film in Louisiana gedreht wurde, recherchierte er intensiv vor Ort in Clarksdale.
Einheimische wie die Blues-Sängerin Edna Nicole Luckett loben Cooglers respektvollen Umgang mit der Geschichte und Kultur: „Ich bin sehr beschützend, wenn es um das Bild des Mississippi-Deltas geht.“
Da Clarksdale seit 2003 kein Kino mehr hat, wurden sechs kostenlose Vorführungen organisiert – ein Wunsch der Einwohner, dem Coogler persönlich nachkam. Für viele ist der Film mehr als Unterhaltung: Er macht ihre Geschichten, ihre Sprache und ihre Musik einem globalen Publikum zugänglich – und bringt Hoffnung auf neue wirtschaftliche Impulse durch wachsenden Kulturtourismus.