Viele Freibäder in Schleswig-Holstein stehen vor großen Herausforderungen: Die Anlagen sind oft veraltet, ihre Technik entspricht nicht mehr dem Stand der Zeit, und in zahlreichen Fällen besteht akuter Sanierungsbedarf. Nach aktuellen Einschätzungen summieren sich die notwendigen Investitionen für Instandsetzung und Modernisierung auf mehrere Millionen Euro. Trotz dieser enormen Kostenbelastung halten die Städte und Gemeinden im Land an ihren Freibädern fest.
Der Grund: Freibäder sind weit mehr als nur Orte für sommerlichen Badespaß. Sie sind Treffpunkte für Jung und Alt, bieten Raum für Bewegung, Gesundheit, soziale Begegnung und Integration. Insbesondere für Kinder, Familien und ältere Menschen in strukturschwächeren Regionen sind sie wichtige Freizeit- und Erholungsangebote direkt vor der Haustür.
Viele Kommunen sehen daher die Sanierung ihrer Freibäder als eine Investition in das gesellschaftliche Miteinander – auch wenn die laufenden Kosten und der energetische Sanierungsbedarf oft schwer auf den Haushalten lasten. Fördermittel des Landes, der EU oder des Bundes sind in der Regel nötig, um größere Sanierungsvorhaben stemmen zu können. Dennoch sind es meist die Städte und Gemeinden selbst, die mit großem Engagement an der Zukunft ihrer Bäder arbeiten – sei es durch innovative Nutzungskonzepte, Kooperationen mit Schulen und Vereinen oder durch bürgerschaftliches Engagement.
Trotz aller Probleme zeigt sich: Schleswig-Holsteins Freibäder haben eine hohe emotionale und soziale Bedeutung – und viele Kommunen sind bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen. Denn der gesellschaftliche Mehrwert lässt sich kaum in Euro beziffern.