Die US-Wetterbehörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) erwartet für dieses Jahr eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison im Atlantik. Mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent ist laut aktuellen Prognosen zwischen Juni und November mit mehr tropischen Wirbelstürmen als üblich zu rechnen. Das sei ein deutlicher Anstieg gegenüber dem langjährigen Mittel.
Hohe Wassertemperaturen begünstigen Sturmaktivität
Als Hauptursache nennen die Experten die ungewöhnlich hohen Meerestemperaturen im Atlantik. Diese bieten den tropischen Sturmsystemen mehr Energie zur Entwicklung und Verstärkung. „Die höheren Temperaturen im Ozean stehen in direktem Zusammenhang mit einer intensiveren Hurrikan-Saison“, erklärte NOAA-Vertreter Ken Graham. Besonders im westlichen tropischen Atlantik und im Golf von Mexiko liegen die Wassertemperaturen deutlich über dem Durchschnitt.
Folgen für Küstenregionen und Infrastruktur
Eine aktive Hurrikan-Saison erhöht nicht nur das Risiko für Küstenregionen in den USA, sondern auch für die Karibik und Teile Mittel- und Südamerikas. Heftige Stürme können Überschwemmungen, Stromausfälle, Gebäudeschäden und Evakuierungen zur Folge haben. Die NOAA empfiehlt daher eine frühzeitige Vorbereitung – sowohl für die Bevölkerung als auch für Behörden und Versorgungsdienste.
Klimawandel als langfristiger Risikofaktor
Wissenschaftler sehen im Klimawandel einen möglichen langfristigen Verstärker solcher Extremwetterereignisse. Steigende Meerestemperaturen und veränderte atmosphärische Bedingungen könnten die Hurrikansaison dauerhaft intensiver und unberechenbarer machen.
Ausblick
Die endgültige Zahl und Stärke der Stürme lässt sich nicht vorhersagen – doch die Warnung der NOAA ist klar: Die diesjährige Atlantik-Hurrikansaison könnte eine der aktivsten der letzten Jahre werden. Umso wichtiger sei es, wachsam zu bleiben und Schutzmaßnahmen rechtzeitig zu treffen.