In Elmshorn (Kreis Pinneberg) ist es in der Nacht zu einem spektakulären Zwischenfall gekommen: Ein Schwertransporter, beladen mit einem 70 Tonnen schweren Teil eines Windkraftanlagenturms, ist im Heidmühlenweg verunglückt. Gegen 2 Uhr morgens kam der Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, rammte ein Verkehrsschild und einen Baum – und verlor dabei seine tonnenschwere Ladung. Das Bauteil landete unsanft auf der Straße.
Seit Freitagmittag läuft die aufwendige Bergung, bei der nicht nur das Windrad-Element, sondern auch der Transporter selbst mit schwerem Gerät geborgen werden muss. Im Einsatz ist ein Spezialkran, der das Bauteil zunächst anhebt, bevor es weitertransportiert werden kann – mit reduzierter Geschwindigkeit und unter erneuten Teilsperrungen, wie die Polizei mitteilte. Auch die Bundesstraße 431 ist betroffen.
Die Folge: Der Heidmühlenweg ist weiterhin gesperrt, Busse und Autofahrer müssen großräumig ausweichen. Besonders brisant: Zwei weitere Schwertransporter, einer davon Teil der gleichen Kolonne, saßen stundenlang hinter der Unfallstelle fest. Einer musste die enge Strecke sogar mühsam rückwärts verlassen.
Die Polizei appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer, den ausgeschilderten Umleitungen zu folgen. Am Freitagvormittag war es teilweise zu chaotischen Szenen gekommen, weil Autofahrer die Sperrungen ignorierten und sich in der engen Innenstadt festfuhren.
Elmshorns Amtsleiterin für Tiefbau und Verkehr, Christina Schötzow, betonte die Dringlichkeit der Bergung: Bereits am Montag sind die nächsten Schwerlasttransporte auf derselben Strecke geplant. Eine schnelle Freigabe sei daher essenziell – nicht nur für die Logistik, sondern auch für den Verkehrsfluss in der Region.
Der Zwischenfall zeigt einmal mehr: Wenn 70 Tonnen rollen, muss jede Kurve sitzen. Tut sie es nicht, wird’s schnell eng – für Straßen, Verkehrsteilnehmer und die Geduld aller Beteiligten.