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Welche von Ihnen vermittelten Produkte waren eigentlich erfolgreich für den KUnden:Andreas Höfler, Michael Grund und Karlheinz Wieder?

qimono (CC0), Pixabay

Vertriebshaftung: Wenn die Provision blendet – und warum nicht mal einen Fonds für geschädigte Anleger auflegen?

Liebe Finanzanlagenvermittler,
stellen Sie sich vor, Sie bekommen eine fette Provisionsvereinbarung auf den Tisch. Richtig schön hoch, da geht die Sonne auf! Aber Moment mal: Statt gleich die Korken knallen zu lassen, könnte man sich doch fragen: Wie kann der Initiator eigentlich so viel zahlen? Aus welchem Geldtopf stammen diese traumhaften Summen? Vielleicht aus den Einlagen Ihrer Anleger? Na, klingelt da was?

Der kritische Blick hinter die glänzenden Zahlen

Ein anständiger und gewissenhafter Finanzanlagenvermittler – und ja, die soll es tatsächlich geben – stellt sich bei solchen Angeboten ein paar unbequeme Fragen:

  1. Wie verdient der Initiator eigentlich sein Geld?

  2. Womit wird diese fantastische Provision finanziert?

  3. Was ist das eigentliche Geschäftsmodell?

  4. Gibt es solide wirtschaftliche Grundlagen – oder nur schöne Worte?

Wäre es nicht logisch, je höher die Provision, desto intensiver nachzufragen? Man könnte meinen, das gehört zum Grundwissen eines Fachmanns, aber anscheinend ist die Lust, Fragen zu stellen, proportional zur Höhe der versprochenen Provision.

Nach dem Abschluss ist vor der Kontrolle

Damit nicht genug: Die Arbeit eines Finanzberaters endet nicht mit der Unterschrift des Kunden unter den Vertrag. So ein Investment entwickelt sich nämlich weiter – manchmal leider in eine Richtung, die man höflich als „gegen die Wand“ bezeichnen könnte. Beispiele gefällig?

  • Elaris – Schiefgegangen.

  • Gore AG – Na ja, auch nicht gerade ein Erfolg.

  • Publity – Reden wir lieber nicht drüber.

  • Bavaria Weed – Verwelkt.

  • Ella Media – Medialer Rohrkrepierer?

  • Mabewo – Das nächste Sorgenkind?

Da stellt sich die Frage: Wie kann man als Fachmann für Finanzanlagen die Produkteinschätzung so grandios danebenlegen? Vielleicht mal die rosarote Provisionsbrille absetzen?

Dokumentation: Weil „Ich wusste von nichts“ keine Strategie ist

Ein professioneller Vermittler sollte nicht nur die glänzenden Versprechen des Initiators auf Hochglanzbroschüren lesen, sondern auch:

  • Kontinuierlich prüfen, wie sich das Projekt entwickelt.

  • Regelmäßig nachhaken, ob die Bilanzen noch das zeigen, was ursprünglich versprochen wurde.

  • Alles dokumentieren – für den Fall, dass die Anleger irgendwann unangenehme Fragen stellen.

Denn wenn es mal wieder heißt: „Da konnte doch keiner ahnen, dass…“, wird die Frage lauten: Warum haben Sie nichts gemerkt, obwohl Sie die Pflicht zur Überprüfung hatten?

Warum nicht einen Fonds für geschädigte Kapitalanleger?

Und hier mein sarkastischer Vorschlag:
Da die Banken bei Fehlberatungen haften müssen – wie wäre es, meine Herren Vermittler, mit einem „Fonds für geschädigte Kapitalanleger“? Jeder Vermittler, der sich mal wieder zu sehr von den Provisionsversprechen blenden lässt, zahlt da ein. Schließlich könnten die Anleger dann wenigstens die ein oder andere Rückzahlung erwarten, wenn die „großartigen Investments“ mal wieder baden gehen.

Werbung könnte so aussehen:
„Geschädigt durch windige Investments? Keine Sorge, unser Fonds für Anlegerentschädigung – finanziert aus der Verantwortung der Vertriebsprofis – greift ein! Endlich haften die, die die rosigen Versprechen gemacht haben.“

Fazit: Verantwortung statt Verblendung

Lieber Finanzanlagenvermittler, eine hohe Provision ist kein Freifahrtschein. Machen Sie sich schlau, bevor Sie Produkte empfehlen. Und denken Sie daran: Der Vertrieb ist kein Selbstbedienungsladen, sondern eine Verantwortung gegenüber den Anlegern. Es wäre doch eine angenehme Abwechslung, wenn am Ende mal nicht nur die Anleger die Verlierer sind.

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