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Smartphone-Zeitwende: Telefonieren verliert – Sofortnachrichten boomen

freestocks-photos (CC0), Pixabay

Das Handy wird immer seltener zum Telefonieren genutzt. Stattdessen schreiben die Menschen in Deutschland lieber Kurznachrichten – und das in gigantischem Ausmaß.

Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, ging die Zahl der abgehenden Mobilfunk-Gesprächsminuten in Deutschland von 163 Milliarden im Jahr 2021 auf 145 Milliarden im Jahr 2024 zurück. Ein klarer Abwärtstrend – und ein weiterer Beleg dafür, dass klassische Telefongespräche zunehmend von textbasierter Kommunikation verdrängt werden.

902 Milliarden Nachrichten in einem Jahr

Parallel dazu steigen die Zahlen der versendeten Sofortnachrichten weiter an: 902 Milliarden Messages wurden 2024 über Dienste wie WhatsApp, Signal, Telegram oder iMessage verschickt – das sind 11 Milliarden mehr als im Vorjahr. Die Statistik zeigt: Im Alltag ist das schnelle Tippen oft unkomplizierter, diskreter – und längst gesellschaftlicher Standard.

Veränderte Kommunikationskultur

Experten sehen in diesem Wandel einen tiefgreifenden Umbruch in der Kommunikationskultur. „Textnachrichten ermöglichen asynchrone Kommunikation – das ist für viele Menschen im hektischen Alltag praktischer als ein Telefonat“, sagt Medienforscherin Dr. Nora Fuchs. Zudem lassen sich über Messenger heute nicht nur Texte, sondern auch Bilder, Videos, Sprachnachrichten und Standortdaten austauschen – das klassische Telefonat wirkt im Vergleich beinahe antiquiert.

Obwohl die Sprachfunktion des Handys also seltener genutzt wird, bleibt das Smartphone zentraler Kommunikations-Hub – nur eben auf neuen Kanälen.

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